Polizei zieht Bilanz zum Jahreswechsel in Duisburg

In Duisburg hat die Polizei auch diesmal Bilanz zum Silvesterabend gezogen. Von 16 Uhr bis sechs Uhr morgens verzeichnete sie insgesamt 371 Einsätze im Stadtgebiet. Dabei standen Ruhestörungen, Streitigkeiten und der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerk im Vordergrund. Die Bilanz im Überblick: Insgesamt gab es 32 Ruhestörungen und knapp 46 Einsätze wegen vermeintlich unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerk.

Gegen 00:05 Uhr kontrollierte die Polizei am Hochemmericher Markt einen 25-Jährigen und fand mehrere erlaubnispflichtige, nicht frei verkäufliche Feuerwerkskörper mit erhöhtem Gefahrenpotential in seinem Kofferraum. Die Pyrotechnik wurde sichergestellt. Der Mann erhielt eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

In mehreren Fällen kam es zu Beleidigungen, Widerständen und Angriffen auf Einsatzkräfte. Im Bereich Grillostraße wurde gegen 00:20 Uhr ein Feuerwehrmann mit einem Böller beworfen und musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. In vier weiteren Fällen wurden auch Beamtinnen und Beamte absichtlich mit Raketen oder Böllern beschossen – ein tätlicher Angriff bzw. eine versuchte gefährliche Körperverletzung zeigte sich unter anderem gegen 2:10 Uhr im Bereich Weseler Straße, während die Polizei einen Feuerwehreinsatz absicherte.

Außerdem warf ein 25-Jähriger gegen 23 Uhr auf der Moerser Straße Ecke Ottostraße in Hochheide einen Böller auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Dies traf versehentlich einen Zivilwagen der Polizei. Die Beamten nahmen den Mann fest und schrieben eine Anzeige wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Insgesamt gab es 37 Brandeinsätze. Unter anderem brannte gegen 00:30 Uhr ein E-Scooter auf der Weseler Straße in Marxloh; hier wurde eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt. Gegen 00:10 Uhr brannte ein Brautmodengeschäft auf der Kaiser-Wilhelm-Straße; die Feuerwehr löschte den Brand, während sich Schaulustige vor dem Laden sammelten.

In einigen Fällen kam es zu illegalem Gebraucht einer Schreckschusswaffe. Gegen 22:50 Uhr schoss ein 44-Jähriger im Bereich Eberhardstraße in Homberg mehrfach mit einer PTB-Waffe in die Luft. Die Waffe wurde sichergestellt; eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz folgte.

Im Laufe der Nacht gab es mehrere Einsätze wegen Körperverletzungen. Insgesamt ergingen 24 Platzverweise, und acht Personen wurden festgenommen, weil sie aggressiv waren oder Platzverweisen nicht nachkamen.

Aus Sicht der Polizei war der Jahreswechsel im Vergleich zu vorherigen Jahren relativ ruhig. Das Konzept mit einer Mischung aus starken Kräften in Uniform und in Zivil sowie der Videobeobachtungsanlage an der Pauluskirche Hochfeld habe sich bewährt und ermögliche eine flexible Reaktion auf verschiedene Einsatzlagen. Leitender Polizeidirektor Jörg Hansmeyer sagt dazu: „Wenn Einsatzkräfte – egal, ob Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei – angegriffen oder verletzt werden, können wir nie ganz zufrieden sein. Deshalb wird die Polizei auch in den kommenden Jahren bei solchen Angriffen und Regelverstößen hart durchgreifen“.