Nach einer brutalen Gewalttat in der Silvesternacht am U-Bahnhof Lübecker Straße in Hamburg-Hohenfelde hat die Polizei vier tatverdächtige Afghanen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren verhaftet. Die jungen Männer stehen unter Verdacht des versuchten Totschlags und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Am 1. Januar 2026 um 03:33 Uhr griffen vier zunächst unbekannte Täter zwei Männer im Alter von 25 und 33 Jahren mit massiver Gewalt an. Der Vorfall ereignete sich sowohl in der U-Bahnlinie 1 als auch am U-Bahnhof Lübecker Straße. Die Angreifer schlugen und traten ihre am Boden liegenden Opfer gegen den Kopf und verletzten sie dabei nicht unerheblich.
Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge entstand der Konflikt zunächst aus noch ungeklärter Ursache durch einen verbalen Streit zwischen den beiden späteren Opfern und der vierköpfigen Tätergruppe in der U-Bahn. Die Auseinandersetzung verlagerte sich anschließend auf den U-Bahnhof, wo die Situation eskalierte. Der 33-jährige Mann verlor während der Attacke das Bewusstsein. Zeugen griffen ein und veranlassten die Angreifer zur Flucht.
Rettungskräfte brachten den schwer verletzten 33-Jährigen ins Krankenhaus, wo Ärzte mehrere Gesichtsfrakturen diagnostizierten. Der 25-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Das Landeskriminalamt der Region Nord (LKA 144) übernahm die umfangreichen Ermittlungen und wertete unter anderem Videoüberwachungsaufnahmen aus, die zur Identifizierung der Tatverdächtigen führten.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin Haftbefehle gegen die vier Männer sowie Durchsuchungsbeschlüsse für ihre Wohnungen in den Stadtteilen Eilbek, Bahrenfeld, Jenfeld und Farmsen-Berne. Am heutigen Morgen vollstreckten Einsatzkräfte diese Beschlüsse und verhafteten die Tatverdächtigen. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismittel sicher. Die gemeinsamen Ermittlungen des LKA 144 und der Staatsanwaltschaft setzen sich fort.