Nach Hinweisen aus der Bevölkerung haben Polizei, Zoll und Bezirksamt am Donnerstagabend eine illegale Glücksspielrunde in Hamburg-St. Georg aufgelöst. Bei der Kontrolle in einem Haus am Steindamm stellten die Beamten über 100 Gramm Marihuana und mehr als 8.000 Euro Bargeld sicher.
Zivilfahnder des Polizeikommissariats 11 überprüften gegen 23 Uhr die Räumlichkeiten in einem Haus nahe der Stralsunder Straße. Bürger hatten zuvor Hinweise auf illegales Glücksspiel und verdächtige Personengruppen gegeben. Im Beisein von Mitarbeitern des Bezirksamts Mitte betraten die Einsatzkräfte die Räume und trafen dort auf 15 anwesende Personen. Den Beamten fiel sofort ein Pokertisch auf, den mehrere Männer genutzt hatten.
Aufgrund des Verdachts auf unerlaubtes Glücksspiel ordnete eine Richterin eine Durchsuchung der Räumlichkeiten an. Rund 30 Einsatzkräfte durchkämmten daraufhin das Gebäude, darunter weitere Beamte des Polizeikommissariats 11, zwei Diensthundeführer mit ihren Hunden Alaska und Charly sowie Zollbeamte. Die Durchsuchung förderte über 100 Gramm Marihuana und mehr als 8.000 Euro Bargeld zutage.
Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein – wegen Verstößen gegen das Cannabisgesetz, der verbotenen Veranstaltung eines Glücksspiels und des Verdachts der Geldwäsche. Bei vier Männern im Alter zwischen 25 und 38 Jahren – zwei albanische und zwei türkische Staatsangehörige – bestand zusätzlich der Verdacht des illegalen Aufenthalts. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle überprüften Personen entlassen.
Das Bezirksamt Mitte untersagte die weitere Nutzung der Räumlichkeiten und versiegelte diese. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden nun von den zuständigen Landeskriminalämtern fortgeführt.