Ein 73-jähriger Mann aus Steinbach-Hallenberg ist Opfer eines sogenannten Tech-Support-Betrugs geworden. Betrüger ergaunerten durch eine gefälschte Warnmeldung auf seinem Computer Zugriff auf sein System und buchten 998 Euro von seinem Konto ab.
Der Senior erhielt auf seinem Windows-PC eine Warnmeldung, die vorgaukelte, sein Zugang sei gesperrt. Die Meldung forderte ihn auf, eine angegebene Servicenummer zu kontaktieren. Nach dem Anruf meldete sich ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter, der den Mann in gebrochenem Deutsch anwies, bestimmte Tastenkombinationen auszuführen. Dadurch verschaffte sich der Täter Zugriff auf den Computer und deaktivierte das Antivirenprogramm.
Im weiteren Verlauf behauptete der falsche Support-Mitarbeiter, es habe eine unberechtigte Abbuchung über das Onlinebanking gegeben. Unter dem Vorwand, den Betrag zurückzubuchen, brachte er den Geschädigten dazu, über sein Mobiltelefon eine Transaktion freizugeben. Dabei wurde ein Betrag von 998 Euro vom Konto abgebucht.
Anschließend forderte der Täter den Kauf mehrerer Apple-Guthabenkarten im Wert von jeweils 100 Euro, angeblich zur Verlängerung eines PC-Schutzes. Dieser Aufforderung kam der 73-Jährige jedoch nicht nach, sondern verständigte die Polizei. Zudem ließ er sein Konto umgehend sperren.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Geben Sie niemals fremden Personen Zugriff auf Ihren Computer. Geben Sie keine Bankdaten oder TANs an Dritte weiter und bestätigen Sie keine unbekannten Transaktionen. Kaufen Sie keine Guthabenkarten auf Aufforderung von angeblichen Support-Mitarbeitern. Im Zweifel sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und die Polizei oder Bank kontaktieren.