Bei einem Ausweichmanöver vor einem Reh ist ein 42-jähriger Lkw-Fahrer am Sonntagabend mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum gekracht. Der Unfall ereignete sich gegen 22.30 Uhr auf der K37 in Paderborn-Wewer.
Der Mann war mit seinem Lkw auf der K37 von Wewer in Richtung Oberntudorf unterwegs, als ein Reh von links die Straße querte. Um dem Tier auszuweichen, kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu, der entstandene Sachschaden beläuft sich auf 11.000 Euro.
Die Polizei nutzt den Vorfall, um eindringlich vor den Gefahren durch Wildwechsel zu warnen. Besonders betroffene Strecken seien durch entsprechende Verkehrszeichen gekennzeichnet. Autofahrer sollten an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern die Geschwindigkeit reduzieren, da Wild speziell in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv sei.
Steht ein Tier am Straßenrand, raten die Beamten zu folgendem Verhalten: abblenden, hupen, bremsen und das Lenkrad festhalten. Da es sich um Herdentiere handele, sei mit weiteren Tieren zu rechnen. Die Polizei warnt ausdrücklich vor unkontrollierten Ausweichmanövern. Autofahrer sollten lieber einen Schaden am Auto durch den Aufprall auf das Wild akzeptieren, da ein Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr oder einem Baum am Straßenrand schlimmere Folgen haben könne.
Nach einem Wildunfall müssen Autofahrer das Warnlicht einschalten, ein Warndreieck aufstellen und dabei eine Warnweste tragen. Anschließend sollten sie sich an sicherer Stelle am Straßenrand aufhalten und die Polizei über den Notruf 110 informieren. Nur bei einer Unfallaufnahme durch die Polizei erstatteten Versicherungen die entstandenen Schäden. Die Behörde informiere zudem den zuständigen Jäger, der sich um das getötete, verletzte oder geflüchtete Tier kümmere.