54-jähriger Ukrainer wegen Schleusertätigkeit in Untersuchungshaft – Familie mit vier Kindern im überladenen Auto

(Symbolbild)

Die Bundespolizei hat am Sonntag (29. März) einen 54-jährigen ukrainischen Schleuser festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Dem Mann wird vorgeworfen, sechs Landsleute illegal nach Deutschland geschleust zu haben. Das Amtsgericht Rosenheim ordnete Untersuchungshaft an, da der Beschuldigte bereits zuvor als Schleuser aufgefallen war.

Bundespolizisten stoppten den verdächtigen Pkw am Grenzübergang auf der A93. Das Fahrzeug war augenscheinlich voll beladen und fiel zusätzlich durch eine von innen zugefrorene Windschutzscheibe auf, bei der sich der Fahrer nur ein kleines Guckloch freigekratzt hatte. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass das Auto mit insgesamt sieben Personen deutlich überbesetzt war.

Besonders prekär war die Situation für vier Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren, die ohne Anschnallmöglichkeit und ohne Kindersitz zusammen mit ihrer Mutter auf der Rücksitzbank zwischen den Gepäckstücken saßen. Der 54-jährige Fahrer konnte sich mit einem ukrainischen Reisepass und einer lettischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Die sechs Mitfahrer verfügten hingegen nicht über die erforderlichen Einreisepapiere und mussten das Land wieder in Richtung Österreich verlassen.

Bereits im vergangenen Jahr war der Fahrzeuglenker von Beamten der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein als Schleuser festgestellt worden. Aufgrund dieser Vorgeschichte brachten Rosenheimer Bundespolizisten ihn auf richterliche Anweisung hin nach Traunstein in Untersuchungshaft.