Ein 13-jähriger Junge ist am Dienstagnachmittag in Hamburg-Groß Flottbek durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Die Mordkommission ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts, zwei 15-jährige Tatverdächtige konnten festgenommen werden.
Der Angriff ereignete sich um 13:51 Uhr am Osdorfer Weg/Ecke Ohlenkamp. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen griff mindestens ein Jugendlicher den 13-Jährigen mit einem Messer an. Anschließend flüchteten zwei Tatverdächtige zunächst in unbekannte Richtung.
Das verletzte Kind wurde unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist kritisch. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, bei denen rund zwei Dutzend Funkstreifenwagen, der Polizeihubschrauber „Libelle 1“, ein Polizeidiensthund sowie die Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen zum Einsatz kamen.
Die Fahndung führte zur Festnahme zweier 15-jähriger Jugendlicher. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen und eine Person mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.
Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeuginnen und Zeugen der Tat. Die ersten Ermittlungen vor Ort führte das Landeskriminalamt 123 durch, bevor die Mordkommission (LKA 41) die weiteren Untersuchungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, Abteilung für Kapitaldelikte, übernahm.