Zugbegleiterin setzt Pfefferspray gegen bedrohlichen Fahrgast ein – Ermittlungen wegen Notwehr

Symbolbild/Bundespolizei

Eine Zugbegleiterin hat am Samstagmorgen (28. März 2026) im Hauptbahnhof Osnabrück ein Reizstoffsprühgerät gegen einen 33-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen eingesetzt, nachdem dieser sie bedroht haben soll. Der Vorfall ereignete sich, als der Mann wegen eines Fahrgelddelikts von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden sollte.

Der bulgarische Staatsangehörige konnte keinen gültigen Fahrschein vorlegen und soll daraufhin die Zugbegleiterin beleidigt haben. Anschließend näherte er sich ihr nach Angaben der Bundespolizei in bedrohlicher Art und Weise. Die Zugbegleiterin zog ein mitgeführtes Reizstoffsprühgerät und hielt es abwehrend vor sich. Als der Mann weiter drohend auf sie zukam, setzte sie das Abwehrspray ein.

Die alarmierte Bundespolizei im Revier Osnabrück geleitete den Mann aus dem Reisezug. Der 33-Jährige wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Zugbegleiterin konnte ihren Dienst fortsetzen.

Gegen den bulgarischen Staatsangehörigen leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung und Erschleichens von Leistungen ein. Auch gegen die Zugbegleiterin wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittler prüfen dabei, ob die Frau aus Notwehr gehandelt hat.