In Hardheim-Schweinberg ist am vergangenen Montag eine Frau Opfer eines Betrugs geworden. Eine unbekannte Täterin gab sich am Telefon als Bankmitarbeiterin aus und brachte die Geschädigte dazu, ihre Online-Banking-Zugangsdaten preiszugeben. Anschließend wurden 25.000 Euro auf ein anderes Konto überwiesen.
Glücklicherweise wurde die Frau kurz nach dem Telefonat misstrauisch und kontaktierte ihre Bank. Diese sperrte umgehend die betroffenen Konten und konnte den überwiesenen Betrag sichern und zurücküberweisen. Dadurch entstand kein finanzieller Schaden.
Am Mittwoch erschienen zwei Männer im Alter von 51 und 44 Jahren in einer Bankfiliale in Walldürn und gaben an, dass das gesperrte Geld aus einem privaten Autoverkauf stamme. Sie legten einen vermeintlichen Kaufvertrag vor, der sich später als gefälscht herausstellte. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin erkannte den Betrugsversuch und verständigte die Polizei.
Die beiden Tatverdächtigen konnten daraufhin ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen sie wird nun wegen Geldwäsche ermittelt.
Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden Männer vermutlich als sogenannte Finanzagenten fungierten. Als Finanzagenten werden Personen bezeichnet, die ihr Bankkonto für betrügerisch erlangte Gelder zur Verfügung stellen und diese anschließend weiterleiten oder abheben. Oft werden Finanzagenten mit einer angeblichen Provision angeworben, machen sich dabei jedoch selbst strafbar.
Die Polizei warnt eindringlich vor Betrugsversuchen am Telefon. Bankmitarbeiter fragen niemals nach Zugangsdaten, TAN-Nummern oder Passwörtern. Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene sofort auflegen und ihre Bank über die bekannte Telefonnummer kontaktieren.
In einem separaten Fall sucht die Polizei nach dem Fahrer eines blauen SUV, der am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr einen Rettungswagen auf der Landesstraße 523 behindert hat. Der Rettungswagen befand sich mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf einer Einsatzfahrt von der Abzweigung zur B27 in Richtung Langenelz, als er von dem blauen SUV mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt wurde.
Am Ortsausgang von Langenelz in Richtung Mudau fuhr der SUV-Fahrer dann langsamer und verhinderte so ein Überholen des Rettungswagens. Zeugen des Vorfalls sowie Personen mit Hinweisen zum blauen SUV und dem Fahrer werden gebeten, sich beim Polizeirevier Buchen unter der Telefonnummer 06281 9040 zu melden.