Ein 16-jähriger Jugendlicher mit marokkanischer Staatsangehörigkeit sitzt nach einem Messerangriff auf einen Busfahrer in Heidenheim in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Heidenheim erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 19 Uhr beim ZOH. Der Jugendliche war ohne Fahrschein in den Bus gelaufen, woraufhin der 42-jährige Busfahrer ihn darauf ansprach. Daraufhin zog der 16-Jährige ein Messer aus seinem Rucksack und bedrohte den Fahrer.
Dem Busfahrer gelang es, sich hinter einer Plexiglasscheibe im Bus in Sicherheit zu bringen. Der alkoholisierte Jugendliche versuchte mutmaßlich mit Stich- und Schnittbewegungen in Richtung der Scheibe den 42-Jährigen zu treffen. Der Busfahrer konnte dem Angriff ausweichen. Anschließend flüchtete der Angreifer aus dem Bus.
Eine Streife des Polizeireviers Heidenheim konnte den Tatverdächtigen kurz nach der Tat in Bahnhofsnähe widerstandslos festnehmen. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, fanden die Beamten im Rucksack des Beschuldigten und stellten sie sicher.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen wurde der Verdächtige am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht Heidenheim vorgeführt. Der bereits strafrechtlich in Erscheinung getretene 16-Jährige befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Kriminalpolizei Heidenheim setzen ihre Ermittlungen fort.