Achtes Haus des Jugendrechts in NRW eröffnet: Bielefeld setzt auf gemeinsame Kriminalitätsprävention

v. l.n.r.: Dr. Benjamin Limbach, Dr. Christiana Bauer, Herbert Reul, Dr. Sandra Müller-Steinhauer, Wolfgang Niewald Quelle: Polizeipräsidium Bielefeld

In Bielefeld haben am Dienstag, 31. März 2026, Justizminister Dr. Benjamin Limbach, Innenminister Herbert Reul und Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer gemeinsam das achte „Haus des Jugendrechts“ in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Die neue Einrichtung am Boulevard bringt verschiedene Behörden unter einem Dach zusammen, um der Verfestigung krimineller Karrieren junger Menschen entgegenzuwirken.

Im „Haus des Jugendrechts“ arbeiten Bedienstete des für Jugendkriminalität zuständigen Kriminalkommissariats des Polizeipräsidiums Bielefeld, der Jugendhilfe der Stadt Bielefeld und der Staatsanwaltschaft Bielefeld zusammen. Das gemeinsame Ziel: straffällig gewordenen jugendlichen Intensivtätern schnell und konsequent klare Grenzen aufzeigen, sie enger kontrollieren und gleichzeitig in ihrer persönlichen und sozialen Lage unterstützen.

„Wir wollen Jugendliche nicht einfach nur bestrafen, wir wollen sie zurückgewinnen“, erklärte Justizminister Dr. Benjamin Limbach. „In Bielefeld schaffen wir einen Ort, an dem wir kriminelle Karrieren stoppen, bevor sie sich verfestigen. Durch die enge Verzahnung aller Behörden blicken wir ganzheitlich auf die jungen Menschen – wir erkennen Probleme im sozialen Umfeld frühzeitig und bieten echte Auswege aus der Delinquenz an.“

Innenminister Herbert Reul betonte die Bedeutung der präventiven Arbeit: „Die Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität ist eine der wichtigsten Aufgaben der Polizei. Mit dem Haus des Jugendrechts warten wir nicht, bis der Großbrand ausbricht, sondern löschen die ersten Funken. Polizei, Jugendhilfe und Justiz sind hier unter einem Dach, können schneller reagieren und jungen Menschen helfen, wieder auf den richtigen Weg zu finden.“

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer bezeichnete die Sicherheit in der Stadt als „Herzensangelegenheit“: „Mit dem Haus des Jugendrechts bekommt die ohnehin schon hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt, Justiz und Polizei einen Ort, der beides kann: Konsequent Grenzen setzen und gleichzeitig mit viel Empathie Wege für eine positive Zukunft ebnen. Das ist gelebte Sicherheit!“

Bielefeld reiht sich damit in das bestehende Netzwerk von sieben weiteren Standorten in Nordrhein-Westfalen ein, an denen bereits Kooperationen von Polizei, Kommune und Justiz in einem „Haus des Jugendrechts“ existieren: Köln, Paderborn, Dortmund, Essen, Oberhausen, Münster und Düsseldorf.