In der Unterführung des Erfurter Hauptbahnhofes ist in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen eskaliert. Die Bundespolizei musste einschreiten, als ein 27-jähriger Deutscher einen 50-Jährigen und eine 35-Jährige schlug und stieß.
Bei der Aufklärung des Vorfalls stellte sich heraus, dass auch ein 24-jähriger Slowake an der Schlägerei beteiligt gewesen sein soll. Die Beamten konnten den Mann in der Nähe des Tatorts aufgreifen. Bei ihm maßen sie einen Atemalkoholwert von 3,5 Promille – er zeigte deutlich wahrnehmbare Ausfallerscheinungen.
Den eigentlichen Grund für die Auseinandersetzung konnten die Bundespolizisten vor Ort nicht zweifelsfrei ermitteln. Insbesondere bei den männlichen Beteiligten war der Alkoholkonsum so stark, dass eine unmittelbare Vernehmung zum Sachverhalt nicht möglich war.
Um weitere Gefahren für Dritte und den stark betrunkenen Slowaken selbst auszuschließen, zogen die Beamten den medizinischen Dienst hinzu. Die Sanitäter brachten den 24-Jährigen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen wechselseitiger Körperverletzungen gegen alle Beteiligten.