EU-Kommission will Emissionshandelssystem reformieren – Änderung der Marktstabilitätsreserve geplant

via dts Nachrichtenagentur

Die EU-Kommission hat am Mittwoch konkrete Maßnahmen zur Stärkung des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) angekündigt. Der Vorschlag sieht eine Anpassung der Marktstabilitätsreserve (MSR) vor, um mehr Stabilität und Vorhersehbarkeit auf dem Kohlenstoffmarkt zu schaffen.

Die geplante Änderung der MSR-Entscheidung soll das Instrument zur Gewährleistung eines stabilen und gut funktionierenden Kohlenstoffmarktes stärken. Bisher wurden alle Zertifikate in der Reserve, die 400 Millionen übersteigen, ungültig gemacht. Diese Praxis soll nach dem Kommissionsvorschlag gestoppt werden – stattdessen bleiben die Zertifikate als Puffer erhalten, um die Marktstabilität zu unterstützen.

Nach Angaben der EU-Kommission ist das Emissionshandelssystem ein zentraler Treiber für die Dekarbonisierung und hat bedeutende Investitionen in den Übergang zu erneuerbaren Energien und kohlenstoffarmen Energiequellen gefördert. Angesichts jüngster Herausforderungen müsse das ETS jedoch modernisiert und agiler gestaltet werden.

Die vorgeschlagene Änderung soll die Marktstabilitätsreserve besser ausstatten, um auf zukünftige Marktentwicklungen zu reagieren, einschließlich potenzieller Angebotsengpässe in den kommenden Jahrzehnten. Die Brüsseler Behörde betont, dass der Vorschlag das grundlegende regelbasierte Design der MSR und die Integrität des ETS als marktbasiertes Instrument bewahre, während das System gestärkt werde.

Der Vorschlag zur Änderung der MSR-Entscheidung wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt und muss das ordentliche Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, um angenommen zu werden.