Welt-Autismus-Tag: UN ruft zu mehr Inklusion und Verständnis auf

Heute, am 2. April, begehen Menschen weltweit den Welt-Autismus-Tag. Dieser internationale Gedenktag wurde 2007 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für Autismus-Spektrum-Störungen zu schärfen und für mehr Inklusion von Menschen mit Autismus zu werben.

Der offizielle Name lautet „World Autism Awareness Day“ und wurde durch die UN-Resolution 62/139 etabliert. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die Öffentlichkeit über die Bedürfnisse von Menschen im Autismus-Spektrum zu informieren. Der Tag soll Verständnis fördern und die Rechte von Betroffenen stärken.

Autismus-Spektrum-Störungen betreffen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation etwa einen von 100 Menschen weltweit. Die Störungen zeigen sich durch Besonderheiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie durch repetitive Verhaltensweisen. Frühe Diagnose und geeignete Unterstützung können die Lebensqualität erheblich verbessern.

In Deutschland leben schätzungsweise 800.000 Menschen mit Autismus. Trotz ihrer oft außergewöhnlichen Fähigkeiten in bestimmten Bereichen haben viele Schwierigkeiten beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Nur etwa 16 Prozent der Erwachsenen mit Autismus sind in Vollzeit beschäftigt.

Typischerweise werden am Welt-Autismus-Tag weltweit Gebäude und Denkmäler blau beleuchtet – die offizielle Farbe der Autismus-Aufklärung. Organisationen veranstalten Informationsveranstaltungen, Schulungen für Fachkräfte und Sensibilisierungskampagnen. Auch in sozialen Medien wird unter Hashtags wie #WorldAutismDay auf das Thema aufmerksam gemacht.

Weitere Gedenktage am 2. April sind der Internationale Kinderbuchtag, der seit 1967 jährlich am Geburtstag des Märchenerzählers Hans Christian Andersen begangen wird, um die Freude am Lesen zu fördern. In Argentinien wird zudem der Tag der Malwinen-Veteranen begangen, der an den Falklandkrieg von 1982 erinnert.