Drei Kinder laufen in Öhringen vor herannahende S-Bahn – Lokführerin leitet Notbremsung ein

(Symbolbild)

Drei Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren haben sich am Dienstagabend am Haltepunkt in Öhringen Cappel in Lebensgefahr gebracht, als sie mit ihren Fahrrädern und Rollern die Bahngleise überquerten. Die Lokführerin einer herannahenden Stadtbahn musste eine Vollbremsung einleiten.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei liefen die Kinder gegen 18:20 Uhr mit ihren Fahrrädern und Rollern zwischen einem Gebüsch auf die Gleise und überquerten diese, um auf den gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen. Die Lokführerin einer herannahenden Stadtbahn der Linie S4 erkannte die Situation und leitete bei einer Geschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Stunde rechtzeitig eine Schnellbremsung ein. Zusätzlich gab sie einen Achtungspfiff ab.

Zwei Polizeibeamte in Zivil, die sich im Zug befanden, kontrollierten die drei Jungen nach dem Vorfall und machten sie auf ihr gefährliches Verhalten aufmerksam.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt – der Bremsweg eines Zuges bei 100 Kilometern pro Stunde beträgt bis zu 1.000 Meter. Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie beispielsweise Über- oder Unterführungen, überquert werden.