Bei einer einwöchigen Großkontrolle im Rahmen der Präsenzkonzeption „Fokus“ haben Dortmunder Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst und nordrhein-westfälische Bereitschaftspolizei vom 26. März bis 1. April insgesamt 429 Personen und 89 Fahrzeuge im Stadtgebiet kontrolliert. Die Beamten fertigten 44 Strafanzeigen, stellten zwölf Gegenstände sicher und erteilten 73 Platzverweise.
Den Auftakt bildete am Donnerstag, 26. März, die Beobachtung eines Drogenhandels am Dortmunder Hauptbahnhof am Ausgang Nord. Die Einsatzkräfte kontrollierten beide Beteiligten, fertigten Anzeigen und sprachen Platzverweise aus. Am selben Nachmittag durchsuchten Polizei, Zoll und städtisches Gewerbeamt mehrere Shisha-Bars im Stadtgebiet und stellten dabei 2,5 Kilogramm unverzollten Shisha-Tabak sicher. In einer Shisha-Bar in der Münsterstraße entdeckten sie einen Mann, der aufgrund eines Haftbefehls zur Fahndung ausgeschrieben war. Er konnte den erforderlichen Betrag vor Ort begleichen.
Am Heinrich-Schmitz-Platz im Unionviertel kontrollierten die Beamten am 27. März acht Personen. Eine davon verstieß gegen ein bestehendes Messer- und Waffentrageverbot und trug ein Pfefferspray bei sich, das sofort sichergestellt wurde. In der Wißstraße in der Innenstadt fanden die Kontrolleure bei einer bereits mehrfach bei Gewaltdelikten aufgefallenen Person ein Einhandmesser. Sie leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und prüfen ein Messertrageverbot.
Zur Bekämpfung von Taschendiebstählen setzten die Einsatzkräfte am Nordmarkt-Wochenmarkt einen Schwerpunkt. Zwei Frauen wurden beim Diebstahl auf frischer Tat erwischt und vorläufig festgenommen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung bei der 28-jährigen Tatverdächtigen entdeckten die Beamten weiteres Diebesgut aus einem anderen Delikt und stellten einen vierstelligen Geldbetrag sicher. Da keine Haftgründe vorlagen, kamen beide wieder frei.
Im Rahmen eines Amtshilfeersuchens der Stadt Dortmund führten Polizei und Ordnungsamt gemeinsam Kontrollen in der Linienstraße nördlich des Hauptbahnhofs bezüglich des Prostituiertenschutzgesetzes durch. Von 38 Kontrollen verliefen die meisten ohne Beanstandungen. Lediglich zwei Frauen konnten keine gültigen Arbeitsunterlagen vorlegen und wurden aus ihren Arbeitsstätten verwiesen.
Bei Kontrollen der Poser- und Tunerszene im Bereich der Dortmunder Wälle war das Verkehrsaufkommen mäßig. Die Beamten erhoben mehrere Verwarngelder, legten Ordnungswidrigkeitenanzeigen vor und sprachen Platzverweise aus. Zum Schutz der Anwohner vor Motorenlärm werden dort weiterhin regelmäßig Schwerpunktkontrollen durchgeführt, bei denen auch illegale technische Fahrzeugveränderungen überprüft werden.
Am Montag, 30. März, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf Personen der örtlichen Betäubungsmittelszene in der Innenstadt. Im Bereich des Café Kick stellten sie bei einer Person mit aktivem Messertrageverbot ein Messer sicher und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Bei einer weiteren Person fanden und beschlagnahmten sie Kokain, was zu einem Strafverfahren führte. Im Stadtgarten stellten die Beamten zur Gefahrenabwehr bei einem Mann ein Pfefferspray sicher und regten ein Messertrageverbot an.
Dank der installierten Videoüberwachung im Dietrich-Keuning-Park konnten die Einsatzkräfte am Dienstag, 31. März, einen Betäubungsmittelhandel beobachten. Sie trafen sowohl Käufer als auch Verkäufer vor Ort an, stellten mehrere verkaufsfertige Drogenportionen sicher und leiteten ein Strafverfahren ein. In der Mallinckrodtstraße stoppten sie eine E-Scooter-Fahrerin, die unter Drogeneinfluss stand. Zudem lag für den E-Scooter kein gültiger Versicherungsschutz vor. Die Frau musste sich einer Blutprobe unterziehen.
Die Polizei Dortmund kündigte an, auch in den kommenden Wochen Präsenz zu zeigen und an unterschiedlichen Orten Schwerpunktkontrollen durchzuführen.