Polizei Wathlingen startet Dialogprojekt „AnsprechBar“ für Jugendliche

(Symbolbild)

Die Polizei in Wathlingen startet mit dem neuen Dialogformat „AnsprechBar“ ein niedrigschwelliges Gesprächsangebot für junge Menschen. Der erste Termin findet am Donnerstag, 09. April 2026 von 16 bis 18 Uhr im 4-G-Park in Wathlingen statt. Als Ansprechpartner steht Kriminaloberkommissar Thorsten Klein für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Das Projekt wurde von Thorsten Klein initiiert, der als zentraler Ansprechpartner für die Jugendlichen fungiert. Hintergrund der Initiative ist die Beobachtung, dass Jugendliche und Heranwachsende zunehmend mit polizeilichen Maßnahmen in Berührung kommen – häufig im Zusammenhang mit kleineren Delikten, Konflikten im öffentlichen Raum oder gruppendynamischen Situationen. Gleichzeitig bestehen oft Unsicherheiten über die eigenen Rechte und Pflichten sowie über das Handeln der Polizei. Viele junge Menschen nehmen die Polizei bislang vor allem als Kontrollinstanz wahr.

Die „AnsprechBar“ soll regelmäßig an bekannten Treffpunkten wie Schulhöfen, Jugendzentren oder öffentlichen Plätzen stattfinden. Im Mittelpunkt steht der offene Austausch statt Kontrolle. Die Beamten stehen als direkte Ansprechpartner zur Verfügung, hören zu, erklären und vermitteln – auf Augenhöhe, ohne konkreten Anlass und ohne erhobenen Zeigefinger.

„Wir wollen für die Jugendlichen ansprechbar sein, bevor Situationen eskalieren“, erklärt Thorsten Klein das Konzept. „Dialog statt Distanz ist der Schlüssel.“ Ziel ist es, frühzeitig Vertrauen zu den jungen Menschen aufzubauen, mögliche Missverständnisse zu klären und Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das Konzept setzt auch auf eine enge Zusammenarbeit mit den in der Samtgemeinde ansässigen Schulen, der Jugendhilfe und den kommunalen Einrichtungen. Gemeinsame Aktionen und bestehende Präventionsangebote sollen sinnvoll verknüpft werden.

Das Projekt „AnsprechBar“ richtet sich in erster Linie an Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im Alter von etwa 10 bis 21 Jahren, steht aber auch Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften offen.

Zunächst ist eine sechsmonatige Pilotphase geplant. Bereits nach drei Monaten erfolgt eine erste Auswertung, um Resonanz, Beteiligung und mögliche Auswirkungen auf das Konfliktgeschehen zu bewerten. Bei positiver Entwicklung ist eine dauerhafte Etablierung vorgesehen.

Die Termine und Standorte werden regelmäßig über soziale Medien, an den Schulen, den WhatsApp-Kanal der Polizei Celle und in den lokalen Medien bekannt gegeben.