Die Bundespolizei hat am Sonntagabend eine 26-jährige Deutsche ohne festen Wohnsitz im Hauptbahnhof Hannover verhaftet. Die Frau war zunächst nach einem Ladendiebstahl gegen 20 Uhr kontrolliert worden, als die Beamten einen gegen sie vorliegenden Sicherungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Hildesheim wegen räuberischen Diebstahls entdeckten.
Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover zusätzlich acht Gramm Kokain bei der 26-Jährigen. Die Drogen wurden beschlagnahmt.
Die Verhaftete hat eine komplexe Vorgeschichte: Das Amtsgericht Lehrte hatte sie bereits 2024 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Diese Strafe wurde zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt. Noch während der laufenden Bewährungszeit verurteilte das Amtsgericht Hannover die Frau erneut wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten. Seitdem war sie untergetaucht.
Nach ihrer erneuten Straftat am Sonntag vollstreckte die Bundespolizeiinspektion Hannover umgehend den Haftbefehl. Die 26-Jährige wurde zunächst dem Polizeigewahrsam Hannover zugeführt, von wo aus die Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt erfolgt.
Die Bundespolizisten leiteten zwei weitere Ermittlungsverfahren gegen die Frau ein – eines wegen Diebstahls und eines wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.