Gewaltausbrüche im Dresdner Hauptbahnhof: Bundespolizei stoppt Angriffe auf Verkäufer und Sanitäter

(Symbolbild)

Die Bundespolizei in Dresden musste am vergangenen Wochenende mehrfach bei schweren Gewaltvorfällen im Hauptbahnhof eingreifen. Zwei aggressive Täter attackierten Verkaufspersonal, leisteten Widerstand gegen die Beamten und zerstörten Rettungsausrüstung.

Am Sonntagabend (5. April 2026) gegen 21 Uhr beobachtete eine Polizeistreife einen alkoholisierten Mann, der Passanten anpöbelte. Kurz darauf schlug der 24-jährige afghanische Staatsangehörige unvermittelt mit den Fäusten auf einen 28-jährigen Mitarbeiter eines Lebensmittelmarktes ein. Die Beamten griffen sofort ein und stoppten die Attacke. Der bereits wegen Rauschgiftdelikten polizeibekannte Angreifer wehrte sich massiv gegen seine Festnahme und kam anschließend in das Zentrale Polizeigewahrsam. Gegen ihn laufen Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Bereits am Freitag, 3. April, sorgte ein 39-jähriger Deutscher über Stunden für Einsätze der Bundespolizei. Der Mann war erst eine Woche zuvor aus der Justizvollzugsanstalt entlassen worden. Am Nachmittag trat er in einer Einkaufsfiliale im Dresdner Hauptbahnhof aggressiv auf, drohte einem Mitarbeiter mit Gewalt und holte zum Schlag aus. Sicherheitsmitarbeiter wehrten den Angriff ab und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.

Gegen 15:55 Uhr belästigte er erneut Reisende und missachtete ein bestehendes Hausverbot. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Beamten mehrere entwendete Damenrasierer sowie Betäubungsmittel bei ihm. In der Gewahrsamszelle zeigte sich der Mann völlig enthemmt, entblößte sich und urinierte in den Raum.

Gegen 18:55 Uhr wurde der 39-Jährige nach einem weiteren Ladendiebstahl in einer anderen Einkaufsfiliale des Hauptbahnhofes erneut festgenommen. Wegen seines extrem aggressiven Verhaltens und des offensichtlichen Drogeneinflusses zogen die Beamten einen Notarzt hinzu.

Im Rettungswagen eskalierte die Situation: Der Mann erlitt einen massiven Wutanfall, schlug unvermittelt gegen ein Fach im Innenraum und zerstörte es. Die Polizisten mussten einschreiten, um die Sanitäter vor weiteren Angriffen zu schützen. Gegen 20:15 Uhr übergab die Bundespolizei den Mann für eine psychiatrische Zwangseinweisung an die Landespolizei. Er muss sich nun in zahlreichen Ermittlungsverfahren verantworten, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Diebstahls und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.