Ein 23-jähriger Ungar hat seinen Ostermontag in der Justizvollzugsanstalt Tonna verbracht, nachdem er zunächst wegen Schwarzfahrens aufgefallen war und sich dabei als gesuchter Straftäter entpuppte.
Das Zugpersonal eines ICE meldete den jungen Mann der Bundespolizei, weil er für seine Mitfahrt ab Nürnberg keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte. Beim Halt im Erfurter Hauptbahnhof schlossen die Zugbegleiter ihn von der weiteren Beförderung aus.
Bei der routinemäßigen Überprüfung seiner Personalien entdeckten die Bundespolizisten einen Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Hannover gegen den Mann. Dieser war wegen eines Diebstahls erlassen worden. Da der 23-Jährige die geforderte Geldstrafe in vierstelliger Höhe nicht begleichen konnte, verhafteten ihn die Beamten sofort.
Die Bundespolizei brachte den Ungarn in die Justizvollzugsanstalt nach Tonna, wo er nun knapp 60 Tage verbringen wird. Zusätzlich zu dem Haftbefehl aus Niedersachsen suchten Behörden aus vier weiteren Bundesländern per Aufenthaltsermittlung nach dem 23-Jährigen, da er bereits wegen Diebstahls und ticketloser Fahrten in Erscheinung getreten war.
Alle beteiligten Institutionen informierten die Beamten über das Antreffen der gesuchten Person und seinen jetzigen Aufenthaltsort. Gegen den Beschuldigten leitete die Bundespolizei außerdem ein weiteres Verfahren wegen der fahrscheinlosen Beförderung von Nürnberg nach Erfurt ein.