Brandserie in Lüneburg: Polizei nimmt 35-Jährigen nach mehreren Feuern fest

(Symbolbild)

In der Nacht zum 8. April 2026 haben mehrere Brände im Lüneburger Stadtgebiet für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Die Polizei nahm einen 35-jährigen Mann fest, der im Verdacht steht, für die Brandserie verantwortlich zu sein. Der Sachschaden wird auf über 500.000 Euro geschätzt.

Die Serie begann um 04:00 Uhr mit einem brennenden PKW in der Neuetorstraße. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, der betroffene Skoda Fabia wurde für weitere Ermittlungen beschlagnahmt.

Etwa 45 Minuten später brannte ein Carport in der Straße Bei Mönchsgarten. Das Feuer griff auf das angrenzende Wohnhaus über, vier Bewohner wurden unverletzt geweckt und aus dem Gebäude gebracht. Während der ersten Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte wenige Minuten später den Brand eines weiteren Carports in derselben Straße. Auch hier mussten die Bewohner evakuiert werden, eine Ausbreitung des Feuers auf das gesamte Wohnhaus konnte jedoch verhindert werden.

Die Feuerwehr war über mehrere Stunden im Einsatz. Bei allen Bränden wurde niemand verletzt. Zusätzlich stellten die Ermittler den Versuch einer Brandstiftung an einem Roller auf einem Grundstück ebenfalls Bei Mönchsgarten fest, der allerdings nicht entzündet wurde.

Aufgrund der Umstände verdichtete sich der Verdacht auf zwei schwere sowie weitere vorsätzliche Brandstiftungen. Die ersten Ermittlungen führten zu einem 35 Jahre alten Mann, der in der Nähe der Brandorte angetroffen wurde. Er wurde vorläufig festgenommen.