Brandstiftung in Obdachlosenheim: 37-Jähriger in Untersuchungshaft – Ermittlungen wegen versuchten Mordes

(Symbolbild)

Ein 37-jähriger Bewohner eines Obdachlosenwohnheims in Lingen steht im Verdacht, in der Nacht zu Mittwoch einen Brand in der Unterkunft gelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück erwirkte einen Haftbefehl gegen den Mann, der sich nun in Untersuchungshaft befindet.

Das Brandgeschehen ereignete sich zwischen 03:00 und 04:00 Uhr am Hessenweg. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 37-Jährige im Bereich einer hölzernen Treppe ein Feuer gelegt haben. Mehrere Bewohner, die im Obergeschoss schliefen, wurden erst durch das Auslösen eines Rauchmelders geweckt.

Ein 49-jähriger Bewohner bemerkte den Rauch, entdeckte den Brand im Treppenbereich und konnte durch schnelles Eingreifen verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Nach derzeitigem Stand wurde niemand verletzt. An der hölzernen Treppe entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro.

Der Vorfall wurde zunächst nicht unmittelbar gemeldet, sodass die Ermittlungen im Nachgang aufgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-Jährigen versuchten Mord und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge vor. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Ablauf der Tat laufen weiter.