Die Bundespolizei Dresden musste am Dienstag (07.04.2026) innerhalb weniger Stunden zwei Männer festnehmen, die sich bei polizeilichen Maßnahmen mit erheblicher Gegenwehr widersetzten. Beide Vorfälle ereigneten sich an Dresdner Bahnhöfen.
Gegen 10:10 Uhr eskalierte zunächst die Situation in einer Filiale im Bahnhof Dresden-Neustadt. Ein 36-jähriger Eritreer entwendete Waren und konsumierte unbezahlte Getränke. Als Mitarbeiter ihn zur Rede stellten, stieß er mutwillig Weinregale um. Besonders provokant verhielt sich der Mann beim Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten: Selbst während des Abführens zerstörte er weitere Weinflaschen. Der polizeibekannte 36-Jährige leistete bei den polizeilichen Maßnahmen erheblichen Widerstand gegen die Beamten. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstahls und Sachbeschädigung eingeleitet. Zudem erhielt er ein zweijähriges Hausverbot.
Gegen 19:30 Uhr sorgte ein 39-jähriger polnischer Staatsangehöriger für den zweiten Einsatz des Tages. Der stark alkoholisierte Mann war im Regional Express auf der Strecke von Görlitz nach Dresden ohne gültiges Ticket unterwegs. Bei der Ankunft im Dresdner Hauptbahnhof leistete er erheblichen Widerstand gegen die Bundespolizisten, um die polizeilichen Maßnahmen zu verhindern.
Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen den 39-Jährigen eine Ausschreibung zur Festnahme wegen eines bestehenden Einreise- und Aufenthaltsverbots vorlag. Aufgrund seiner hohen Alkoholisierung musste er zunächst medizinisch in einem Krankenhaus behandelt werden, bevor er heute Morgen wieder der Bundespolizei übergeben wurde. Den polnischen Staatsangehörigen erwarten nun Verfahren wegen Erschleichens von Leistungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Im Laufe des heutigen Tages erfolgt seine Überstellung an die polnischen Behörden.