In mehreren Stadtteilen von Mönchengladbach haben Unbekannte rechtsextreme und nationalsozialistische Symbole an verschiedene Objekte gesprüht. Betroffen sind unter anderem Gedenksteine für die Angehörigen der jüdischen Familien Hermanns und Joseph im Bereich der Engelblecker Straße. Die Schmierereien ereigneten sich nicht erst seit dem Osterwochenende.
Die Sachbeschädigungen mit Sprühfarbe konzentrieren sich auf mehrere Bereiche im Stadtgebiet: den Bereich Geroweiher und Geropark, die Engelblecker Straße in Neuwerk sowie den Bereich um die Marienburger Straße in Windberg. Nach Angaben der Behörden sind solche Schmierereien in letzter Zeit vermehrt im Stadtgebiet festgestellt worden.
Die Polizei betont ausdrücklich, dass es sich nicht um Bagatelldelikte oder „Streiche“ handelt, sondern um schwerwiegende Straftaten. Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung werden gemäß den Paragrafen 86a und 303 des Strafgesetzbuches konsequent verfolgt und ziehen strafrechtliche Konsequenzen nach sich. Die Ermittler appellieren eindringlich an die Täter, sich der Tragweite solcher Taten bewusst zu sein.
Gleichzeitig warnt die Polizei vor Spekulationen in sozialen Netzwerken, die nicht auf gesicherten Erkenntnissen beruhen. Solche unbewiesenen Vorwürfe erschweren die anhängigen Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes.
Für die Aufklärung der Taten sind die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Besonders Augenzeugen, die im Bereich Geroweiher, Engelblecker Straße oder Marienburger Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sollen sich melden. Jeder Hinweis kann nach Angaben der Polizei entscheidend sein, um die Taten aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02161 290 entgegen.