Schleuser nach 18 Stunden Fahndung in Waidhaus gefasst – Zwölf Iraner und Iraker geschleust

Bundespolizei Waidhaus - Spuren einer Schleusung auf der Ladefläche eines Lkws

Nach nur 18 Stunden intensiver Fahndung haben Bundespolizei, Bayerische Polizei und Zoll am Mittwochabend einen mutmaßlichen Schleuser in Waidhaus festgenommen. Der 51-jährige türkische Lkw-Fahrer steht im Verdacht, zwölf iranische und irakische Staatsangehörige auf der Ladefläche seines Lastwagens unerlaubt nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Den Ausgangspunkt der erfolgreichen Ermittlungen bildete ein Bürgerhinweis am Dienstagnachmittag (7. April): Eine aufmerksame Zeugin meldete der Bayerischen Polizei, dass mehrere Personen auf der B85 aus einem Lkw ausgestiegen seien. Beamte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort die zwölf Personen an und nahmen sie in Gewahrsam.

Sofort nach Bekanntwerden des Sachverhalts leiteten Bayerische Polizei und Bundespolizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem beschriebenen türkischen Lkw ein – zunächst jedoch ohne Erfolg. Die Bundespolizei Waidhaus übernahm unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf die Ermittlungen, da der Verdacht des Einschleusens von Ausländern im Raum stand.

Der entscheidende Durchbruch gelang am Mittwochabend (8. April): Eine Streife der Bundespolizei entdeckte am Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lkw, der auf die Fahndungshinweise des Schleusungs-Lkws passte. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht – Fahrzeug und Auflieger konnten eindeutig mit der vorangegangenen Schleusung in Verbindung gebracht werden.

Ermittler des Bundespolizei-Ermittlungsdienstes Waidhaus ordneten den 51-Jährigen als Fahrer des Lkws während der Schleusung zu und nahmen ihn vorläufig fest. Mit Unterstützung einer Streife des Zolls Wernberg öffneten die Einsatzkräfte die angebrachte Zollplombe und überprüften den Auflieger.

Auf der Ladefläche fanden die Beamten deutliche Hinweise auf einen Personentransport: offen liegende Kleidungsstücke, Decken und Matratzen sowie zahlreiche Wasserflaschen und teilweise geöffnete Pakete. Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte am Dienstag, den 7. April 2026, insgesamt zwölf Personen auf der Ladefläche seines Lkws unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust hat.

Der 51-Jährige wird nun dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden i.d.OPf. vorgeführt. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. hat der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Waidhaus die weiteren Ermittlungen übernommen.

„Mein Dank gilt allen beteiligten Behörden, denn gerade diese abgestimmte Zusammenarbeit ist maßgeblich für den schnellen Fahndungserfolg. Wir verfolgen gemeinsam und konsequent das Ziel, die Schleusungskriminalität effektiv zu bekämpfen und Täter zur Verantwortung zu ziehen“, betonte Staatsanwalt Matthias Bauer von der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf.

Die erfolgreiche Festnahme ist das Ergebnis einer engen und koordinierten Zusammenarbeit mehrerer Behörden. Unter der Ermittlungsführung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf arbeitete die Bundespolizeiinspektion Waidhaus Hand in Hand mit der Bayerischen Polizei und dem Zoll zusammen. Vom ersten Bürgerhinweis über die polizeilichen Erstmaßnahmen bis hin zur gezielten Fahndung und Festnahme des Tatverdächtigen griffen die Maßnahmen der beteiligten Stellen nahtlos ineinander.

Die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bedankten sich ausdrücklich bei der aufmerksamen Zeugin für den entscheidenden Hinweis. Gleichzeitig appellieren die Behörden an die Bevölkerung, auch künftig verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden. Solche Hinweise sind ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität und können entscheidend zur Aufklärung von Straftaten beitragen.