In Dortmund haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei einen 33-jährigen Mann festgenommen, der zuvor in eine Wohnung eingebrochen war, auf den Bewohner geschossen und sich anschließend in seiner eigenen Wohnung verschanzt hatte. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten ein ganzes Waffenarsenal sicher.
Der Vorfall begann am Donnerstagabend gegen 18 Uhr an der Fritz-Reuter-Straße. Ein 45-jähriger Dortmunder kehrte vom Einkaufen zu seiner Wohnung zurück und sah einen Mann, der ein Fahrrad schob. Der 45-Jährige erkannte das Fahrrad als sein eigenes und eilte dem Unbekannten hinterher, um ihn anzusprechen.
Zwischen beiden Männern entstand zunächst ein verbaler Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung zog der Tatverdächtige eine Schusswaffe und feuerte zwei Schüsse in Richtung des Dortmunders ab. Anschließend flüchtete der Mann und ließ das Fahrrad zurück. Der 45-Jährige blieb unverletzt, stellte jedoch bei seiner Rückkehr fest, dass seine Wohnungstür aufgebrochen und Gegenstände entwendet worden waren.
Polizeikräfte trafen den Tatverdächtigen wenig später vor einem Mehrfamilienhaus an der Schillerstraße an. Beim Erblicken der Beamten flüchtete der 33-Jährige in seine Wohnung, verschloss die Tür und drohte den Einsatzkräften. Im weiteren Verlauf versuchte er, Feuer in seiner Wohnung zu legen – der Versuch misslang jedoch.
Die Beamten sperrten den Bereich weiträumig ab und versuchten mehrfach erfolglos, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Schließlich verschafften sich Spezialeinsatzkräfte gewaltsam Zutritt zu der Wohnung und nahmen den 33-jährigen Dortmunder unter Androhung der Schusswaffe und mithilfe eines Distanzelektroimpulsgeräts fest.
Bei der Festnahme wurde der 33-Jährige leicht verletzt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest verlief negativ, ein anschließender Drogenvortest fiel jedoch positiv auf Amphetamine und THC aus. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckten die Beamten ein umfangreiches Waffenarsenal: Mehrere PTB-Waffen, eine Machete und ein Teleskopschlagstock wurden sichergestellt.
Gegen den 33-Jährigen fertigten die Beamten zahlreiche Strafanzeigen, unter anderem wegen räuberischen Diebstahls, Tageswohnungseinbruch, Bedrohung, schwerer Brandstiftung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Der Mann soll im Laufe des Tages einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.