Verfolgungsfahrt in Dortmund endet mit Festnahme – 14.000 Euro Schaden

(Symbolbild)

Bei einer Verfolgungsfahrt durch Dortmund hat ein 27-jähriger Mann aus Wetter am Donnerstagabend (9. März) drei Fahrzeuge beschädigt, bevor ihn Polizisten unter Vorhalt der Schusswaffe festnahmen. Der Gesamtschaden beträgt rund 14.000 Euro.

Gegen 20 Uhr sollte der Fahrer eines Audi auf der Ruhrallee in Höhe des Südbad einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen werden. In der Landgrafenstraße hielt er zunächst an, doch als die Beamten aus dem Streifenwagen ausstiegen, beschleunigte er und entzog sich der Kontrolle.

Der Flüchtige fuhr mit stark erhöhter Geschwindigkeit in die Chemnitzer Straße, bog von der Saarlandstraße erneut auf die Ruhrallee ab und befuhr diese mit geschätzten 150 km/h in südliche Richtung.

Ein weiterer Streifenwagen wurde auf der Wittbräucker Straße in Höhe Viermärker Weg auf den Flüchtigen aufmerksam und schaltete die Anhaltezeichen ein. Auch hier täuschte der Fahrer vor, anhalten zu wollen, und setzte den Blinker. Als die Beamten ausstiegen, fuhr er jedoch rückwärts – zu diesem Zeitpunkt befand sich der Einsatzwagen vor seinem Auto.

Danach fuhr er vorwärts weiter und stieß dabei mit einem der beiden Einsatzwagen zusammen. Um eine weitere Flucht zu unterbinden, fuhr der inzwischen dahinter befindliche Einsatzwagen leicht auf das Heck des Fluchtfahrzeugs auf.

Unter Vorhalt der Schusswaffe sprachen die Beamten den Tatverdächtigen aus seinem Fahrzeug und nahmen ihn vorläufig fest. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 27-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und ein Haftbefehl zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe vorlag.

Die Einsatzkräfte brachten ihn ins Polizeigewahrsam und stellten sein Mobiltelefon sicher. Am Fahrzeug befand sich ein Kennzeichen, das zu einem anderen Auto gehörte. Auch den Audi stellten die Beamten sicher, da die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind.

Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Verkehrsteilnehmer wurden den Erkenntnissen zufolge nicht gefährdet. Gegen den Fahrer wurden Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet. Zur Vollstreckung des Haftbefehls wurde er in die JVA Dortmund gebracht.