Am Donnerstagabend (9. April 2026) sind Betrüger in Frankfurt-Oberrad mit der Masche falscher Polizeibeamter erfolgreich gewesen. Sie erbeuteten eine hohe vierstellige Bargeldsumme sowie Silbermünzen von einem 71-jährigen Frankfurter Bürger im Goldbergweg.
Der Betrug begann gegen 21:30 Uhr mit einem Telefonanruf bei dem Senior. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und kündigte an, dass gleich echte Polizeibeamte an der Tür klingeln würden. Kurz darauf erschien tatsächlich ein Pärchen an der Haustür des nichtsahnenden 71-Jährigen. Die beiden waren zivil gekleidet und gaben sich als verdeckte Ermittler aus, die aufgrund von Betrugsfällen Bargeld und Vermögenswerte der Bevölkerung sichern müssten.
Der ältere Herr übergab daraufhin die hohe vierstellige Summe sowie Silbermünzen an das Betrügerpaar. Als er nach den Dienstausweisen fragte, gaben die beiden vor, diese aus dem Auto holen zu wollen, kehrten jedoch nicht mehr zurück.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen und hat folgende Personenbeschreibungen veröffentlicht: Der männliche Täter war etwa 170 Zentimeter groß, hatte einen dunkleren Teint mit schwarzem Vollbart und schwarzen, kurzen, glatten Haaren. Er trug eine dunkle Winterjacke mit gelblichen Applikationen auf der rechten Schulter und eine dunkle Hose. Seine Komplizin war ebenfalls etwa 170 Zentimeter groß, hatte einen dunkleren Teint mit breitem Gesicht und blonde, lange, glatte Haare. Sie war mit einer grauen Strickjacke bekleidet.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Das Anmaßen als Polizeibeamte oder Staatsanwälte komme vermehrt vor. Die echte Polizei frage nie nach im Haus oder bei der Bank befindlichen Vermögenswerten und nehme diese auch nicht an sich. Bei entsprechenden Anrufen sollten Bürger umgehend auflegen und selbstständig die 110 wählen, da Betrüger ein angebliches „Fernauflegen“ nutzen, um andere Komplizen ans Telefon zu bringen.
Hinweise zum Fall nimmt das zuständige Kriminalkommissariat unter der Telefonnummer 069/755-52408 zu den Bürozeiten oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.