Die Polizei hat am Freitagmorgen, 10. April 2026, auf der L 3172 in Höhe Ransbach zwei erheblich überladene Langholz-LKW aus dem Verkehr gezogen. Die beiden deutschen Fahrer im Alter von 36 und 40 Jahren transportierten Buchenstammholz für ein hessisches Sägewerk.
Gegen 10:00 Uhr überwachten LKW-Spezialisten des Regionalen Verkehrsdienstes in Bad Hersfeld den Verkehr, als ihnen die beiden Fahrzeuge auffielen, die bereits auf den ersten Blick erheblich überladen wirkten. Die Einsatzkräfte hielten die Fahrer daraufhin in Schenklengsfeld für eine Kontrolle an.
Zunächst sollten die Fahrzeuge in Schenklengsfeld gewogen werden. Da die dortige Brückenwaage jedoch nur einen Wiegebereich bis maximal 50 Tonnen hat und das geschätzte Gewicht darüber lag, wurden die LKW anschließend auf einer 100-Tonnen-Brückenwaage in Heringen verwogen.
Die Wiegung bestätigte den Verdacht der Beamten: Anstatt der zulässigen Gesamtmasse von 40.000 Kilogramm zeigt die geeichte Brückenwaage nach Abzug der Toleranz 56.050 Kilogramm und 51.050 Kilogramm an. Dies entspricht einer Überladung von rund 40 und 27 Prozent.
Die Fahrer hatten die Stämme in einem Waldstück in Etterwinden in Thüringen geladen und waren auf dem Weg zu einem Sägewerk in Eiterfeld. Durch die gesamte Überladung beider Fahrzeuge sparte sich das Unternehmen rechnerisch eine Fahrt. Ein Holztransport dieser Bauart hat bereits ein Leergewicht von etwa 22.500 Kilogramm und kann somit maximal bis zu 17.500 Kilogramm Zuladung aufnehmen.
Die Gespanne durften nach einer Teilentladung ihre Fahrt fortsetzen. Das abgeladene Stammholz muss durch ein anderes geeignetes Fahrzeug abtransportiert werden. Die Fahrer erwarten nun Bußgelder sowie jeweils einen Punkt in Flensburg.