Die vier Astronauten der Artemis-2-Raumfahrtmission sind am Samstag nach ihrem historischen Mondflug sicher zur Erde zurückgekehrt. Ihre Orion-Kapsel landete planmäßig im Pazifik, wobei alle Besatzungsmitglieder wohlauf sind.
Bei der Wasserung wurde die Raumkapsel durch ein System aus elf Fallschirmen von etwa 480 Kilometer pro Stunde auf 30 Kilometer pro Stunde abgebremst. Die Astronauten hatten damit den ersten bemannten Mondflug seit der Apollo-17-Mission im Jahr 1972 erfolgreich absolviert.
Artemis 2 war am 1. April gestartet und führte die Besatzung zwar nicht zur Mondlandung, aber immerhin zur Umrundung des Erdtrabanten. Die Mission diente als erster bemannter Testflug des Orion-Raumschiffs und dessen Trägerrakete, dem Space Launch System (SLS).
Während des Fluges überprüften die Astronauten alle für bemannte Mondmissionen erforderlichen Systeme und Abläufe unter realen Flugbedingungen. Dabei erprobten sie Navigation, Kommunikation, Lebenserhaltung, Antrieb, thermischen Schutz, Annäherungsmanöver sowie Start-, Flug- und Wiedereintrittsabläufe und die Bergung der Raumkapsel. Zusätzlich sammelten sie Daten zu Strahlung, Belastungen, Akustik und thermischen Umgebungen.
Die Artemis-2-Besatzung stellte dabei einen bemerkenswerten Rekord auf: Mit 406.765 Kilometern erreichten sie die größte Entfernung von der Erde, die Menschen je zurückgelegt haben. Damit übertrafen sie die bisherige Bestleistung der Apollo-13-Mission von 1970 um rund 6.600 Kilometer.