Bremen: Polizei beschlagnahmt Waffen und Cannabis bei Großkontrolle im Bahnhofsquartier

(Symbolbild)

Die Polizei Bremen hat bei einer groß angelegten Kontrollaktion im Bahnhofsquartier 74 Personen überprüft und dabei zahlreiche Waffen sowie Cannabis beschlagnahmt. Die Einsätze fanden am Freitagabend von 21.30 Uhr bis 2 Uhr nachts in Bremen-Mitte im Ortsteil Bahnhofsvorstadt statt.

Bei den Kontrollen stellten die Beamten diverse Verstöße gegen das Waffengesetz fest und beschlagnahmten Messer sowie einen Schlagring. Bei einem 18 Jahre alten Straßendealer fanden sie mehrere Verkaufseinheiten Cannabis. Die Überprüfungen konzentrierten sich auf die Bekämpfung der wahrnehmbaren Drogen- und Straßenkriminalität sowie die Kontrolle der Waffenverbotszone.

Gegen 23 Uhr eskalierte eine Auseinandersetzung am Bahnhofsplatz: Ein 36-Jähriger attackierte seinen Kontrahenten mit einer Astsäge und verletzte den 53-Jährigen dabei mit einer Schnittwunde im Gesicht. Die Einsatzkräfte konnten den Angreifer noch mit der Säge in der Hand stellen und mussten den Einsatz der Schusswaffe androhen, damit er die Waffe fallen ließ. Dabei ließ der 36-Jährige auch ein Kampfmesser zurück.

Die Polizei fertigte entsprechende Strafanzeigen, beschlagnahmte das Messer sowie die Säge und erteilte Platzverweise. Diese Maßnahme ist Teil einer langfristig angelegten Strategie zur nachhaltigen Erhöhung der Sicherheit im Bereich Bahnhofsvorstadt und Viertel. Die Polizei kündigte an, auch künftig gemeinsam mit Partnerbehörden gezielte Kontrollen – sowohl offen als auch verdeckt – fortzusetzen.