Nach einem tödlichen Streit zwischen zwei Brüdern in Castrop-Rauxel wird der überlebende Bruder zunächst nicht dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund entschied dies nach einer erneuten Vernehmung des Beschuldigten, die bis in die späten Abendstunden im Beisein seines Verteidigers stattfand.
Der Beschuldigte behauptet weiterhin, dass der Angriff von seinem Bruder ausgegangen sei. Nach einem Streit habe dieser ihm mit einem Küchenmesser in den Oberschenkel gestochen. Dem Beschuldigten sei es anschließend gelungen, seinem Bruder das Messer zu entreißen und zurückzustechen, wodurch der Bruder getötet wurde.
Der Beschuldigte befindet sich derzeit noch im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft prüft nun insbesondere, ob die vom Beschuldigten geschilderte Notwehrlage tatsächlich vorlag. Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiter an.
Für die Staatsanwaltschaft Dortmund führt Staatsanwalt Kruse die Ermittlungen.