Die Bundespolizei Dresden musste am vergangenen Wochenende drei separate Einsätze am Hauptbahnhof Dresden abarbeiten. Dabei stellten die Beamten illegale Waffen und Drogen sicher und nahmen Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten auf.
Den Auftakt machte bereits am Samstagabend gegen 21:15 Uhr die Kontrolle eines 31-jährigen tschechischen Staatsangehörigen im Hauptbahnhof. Die Einsatzkräfte entdeckten bei dem Mann ein Reizstoffsprühgerät, das weder das erforderliche Prüfzeichen noch die vorgeschriebene Kennzeichnung „nur zur Tierabwehr“ aufwies. Das Gerät wurde sichergestellt, gegen den Tschechen läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Am Sonntagnachmittag geriet ein 28-jähriger Afghane ins Visier einer Streife. Bei der Kontrolle des bereits polizeibekannten Mannes fanden die Beamten zwei in Tüten eingewickelte Steine. Der 28-Jährige gab zu, dass es sich dabei um Heroin handele. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde ein Verfahren wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet.
Gegen 18:20 Uhr desselben Tages eskalierte eine Situation in einem Einkaufsmarkt. Ein 38-jähriger Deutscher war dort mit Mitarbeitern und dem Sicherheitsdienst aneinandergeraten. Zeugen berichteten, der Mann habe drei Angestellte massiv beleidigt, nachdem er vermutet hatte, jemand habe seinen Einkaufswagen weggeschoben. Der Beschuldigte erhob jedoch seinerseits schwere Vorwürfe gegen einen 39-jährigen Sicherheitsmitarbeiter: Dieser soll ihn im Pfandraum mehrfach ins Gesicht geschlagen haben.
Bei der anschließenden Kontrolle des 38-Jährigen entdeckten die Bundespolizisten unbezahltes Bier in seinem Rucksack. Die Beamten leiteten daraufhin separate Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Diebstahls sowie Körperverletzung ein.