Bei umfangreichen Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der europaweiten RoadPol-Kontrollwoche „Speed I“ hat die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim am Dienstag, 14. April 2026, 33 Temposünder erwischt. Von 07:00 bis 20:00 Uhr überprüften die Beamten insgesamt 928 Fahrzeuge.
Neben den Geschwindigkeitsverstößen leitete die Polizei sieben Strafverfahren ein – unter anderem wegen Urkundenfälschung, Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Im Bereich Papenburg entpuppte sich der von einem Sattelzug-Fahrer vorgelegte Führerschein als Totalfälschung. Zudem stellten die Einsatzkräfte einen Fahrzeugführer fest, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.
An den Kontrollstellen setzten die Beamten das Präventionsprojekt „UNS Reicht’s“ um. Die ertappten Fahrzeugführer erhielten nicht nur einen Hinweis auf ihr Fehlverhalten, sondern wurden in persönlichen Gesprächen für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sensibilisiert. Zusätzlich bekamen sie Informationsmaterial des Projekts.
Das Präventionsprojekt „UNS Reicht’s“ entstand aus den Erfahrungen der Einsatzkräfte, die regelmäßig mit schweren Verkehrsunfällen und deren Folgen konfrontiert werden. Neben den belastenden Eindrücken an Unfallorten steht das Projekt auch für die schwierige Aufgabe, Angehörige über tödliche Verkehrsunfälle informieren zu müssen. Ziel ist es, insbesondere an Unfallhäufungsstellen sowie an Orten schwerer Verkehrsunfälle durch verstärkte Kontrollen und Aufklärung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.
Die Polizei weist darauf hin, dass überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt.