Ein 21-jähriger Mann aus Solingen hat am Mittwochvormittag mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Waffe einen Bundespolizeieinsatz am Bahnhof Uelzen ausgelöst. Der ICE 2288 auf dem Weg nach Hamburg musste außerplanmäßig stoppen.
Gegen 09:12 Uhr beobachteten andere Reisende in dem Fernzug, wie der junge Mann die vermeintliche Schusswaffe hervorholte und damit an seinem Sitzplatz hantierte. Die Zeugen alarmierten das Zugpersonal, das daraufhin die Bundespolizei verständigte und eine außerplanmäßige Halte in Uelzen veranlasste.
Als der ICE um 09:27 Uhr in den Uelzener Bahnhof einfuhr, warteten bereits Bundespolizisten am Bahnsteig. Anhand der Personenbeschreibung, der Wagennummer und des Sitzplatzes identifizierten die Einsatzkräfte den 21-Jährigen und begleiteten ihn aus dem Zug.
Gegenüber den Beamten zeigte sich der Mann aus Solingen reumütig und gab an, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass andere Fahrgäste sich durch die Softair-Waffe bedroht fühlen könnten. Er händigte die Anscheinswaffe freiwillig aus und begleitete die Bundespolizisten zur Wache.
Der ICE konnte seine Fahrt nach Hamburg anschließend mit Verspätung fortsetzen. Die Bundespolizei leitete gegen den 21-Jährigen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Führens von Anscheinswaffen ein. Er muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.