Blitzmarathon in Mittelfranken: Über 1.000 Raser ertappt – Kastenwagenfahrer mit 143 statt 80 km/h

(Symbolbild)

Bei dem 13. europaweiten 24-Stunden-Blitzmarathon am Mittwoch (15.04.2026) haben mittelfränkische Polizeidienststellen über 1.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Trotz vorheriger Ankündigung der Aktion ignorierten zahlreiche Fahrer die Tempolimits.

Die Einsatzkräfte betrieben 24 Stunden lang 130 Messstellen im gesamten Regierungsbezirk Mittelfranken. Mehr als 43.000 Fahrzeuge passierten dabei die Geschwindigkeitskontrollen. Die Aktion begann gestern um 06:00 Uhr.

Den Negativrekord stellte ein Kastenwagenfahrer auf der B8 bei Langenzenn auf: Statt der erlaubten 80 km/h raste er mit 143 km/h über die Straße. Nach Abzug der Messtoleranz drohen ihm ein Bußgeld von 480 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken begründet die Kontrollen mit alarmierenden Statistiken: 2025 war zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit erneut Hauptunfallursache Nummer eins bei Unfällen mit Getöteten oder Schwerverletzten in Mittelfranken. Die Verkehrsunfallstatistik 2025 des Polizeipräsidiums belegt diese Entwicklung.

Im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ will das Polizeipräsidium Mittelfranken die Zahl aller Verkehrsunfälle senken und die Anzahl der verletzten und getöteten Personen reduzieren. Die Verkehrsüberwachung diene ebenso wie die Kriminalitätsbekämpfung dem Schutz von Leben und Gesundheit aller Menschen.