Bei dem europaweiten Speedmarathon am Mittwoch (15.04.) hat die osthessische Polizei gemeinsam mit den Kommunen eine positive Bilanz gezogen. In der Zeit von 6 bis 22 Uhr kontrollierten die Beamten an 25 Messstellen rund 31.700 Fahrzeuge und stellten dabei 1.092 Geschwindigkeitsverstöße fest.
Die Beanstandungsquote lag bei 3,4 Prozent, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der Großteil der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Die meisten Verstöße bewegten sich im Bereich von Verwarngeldern, doch 60 Fälle lagen im Bußgeldbereich – zwei davon ziehen sogar ein Fahrverbot nach sich.
Polizeioberkommissar Benjamin Reith vom Regionalen Verkehrsdienst Fulda bewertete den Aktionstag positiv: „Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Umso wichtiger sind solche Kontrollen, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen und präventiv einzuwirken. Viele Verkehrsteilnehmende haben sehr verständnisvoll reagiert – das zeigt, dass unsere Maßnahmen ankommen.“
Trotz der überwiegend positiven Bilanz gab es deutliche Ausreißer: In der Frankfurter Straße in Bad Hersfeld wurde ein Verkehrsteilnehmer mit 66 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen. In der Magdeburger Straße in Fulda überschritt ein weiterer Fahrer die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h um 29 km/h. Dem erstgenannten Fahrer droht neben einem Bußgeld zusätzlich ein vierwöchiges Fahrverbot.
Für solches Verhalten fand Reith klare Worte: „Wer so schnell unterwegs ist, handelt rücksichtslos und gefährdet bewusst andere. Gerade innerorts kann schon ein geringer Unterschied in der Geschwindigkeit darüber entscheiden, ob ein Mensch schwer verletzt wird oder unverletzt bleibt. Deshalb appellieren wir eindringlich: Geschwindigkeit anpassen, aufmerksam fahren und Rücksicht nehmen.“
Abschließend richtete die Polizei einen klaren Appell an alle Verkehrsteilnehmer: „Weniger Tempo kann Leben retten – Schützen Sie sich selbst und andere.“