Ein 23-jähriger syrischer Staatsangehöriger ist am Donnerstag in Nürnberg wegen des Verdachts des versuchten Totschlags festgenommen worden. Der Mann griff dabei die Polizeibeamten an, verletzte mehrere von ihnen und flüchtete zunächst zu Fuß, bevor er in der Schuckertstraße gestellt werden konnte.
Der Tatverdächtige steht im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt am Nelson-Mandela-Platz vom 22. März 2026. Bei dieser Tat wurden ein 16-Jähriger und ein 18-Jähriger angegriffen. Die Nürnberger Mordkommission führte umfangreiche Ermittlungen durch, die den Tatverdacht gegen den 23-Jährigen erhärteten.
Am Donnerstag (16. April 2026) erkannte eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd den gesuchten Mann im Stadtgebiet und wollte ihn kontrollieren. Als ihm der Haftbefehl eröffnet wurde, schlug er sofort auf die Beamten ein, biss und trat nach ihnen. Dem Mann gelang es zunächst, sich der Festnahme zu entziehen und zu flüchten.
Die Polizei leitete umgehend Fahndungsmaßnahmen ein, an denen zahlreiche Streifen der Nürnberger Polizei im Bereich der Südstadt beteiligt waren. Kurz darauf konnten die Beamten den 23-Jährigen in der Schuckertstraße stellen. Auch bei dieser Festnahme leistete er erhebliche Gegenwehr.
Während des Transports zur Polizeiinspektion Nürnberg-Süd beleidigte der Festgenommene die Polizisten massiv und bedrohte sie mit dem Tod. Mehrere Beamte wurden durch die Angriffe leicht verletzt und mussten ärztlich versorgt werden.
Neben dem bereits bestehenden Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erwartet den Mann nun ein weiteres Ermittlungsverfahren. Die Vorwürfe lauten auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Am heutigen Freitag (17. April 2026) wird der 23-Jährige einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen wird.