Bundespolizei Freilassing: 3.561 unerlaubte Einreisen im Jahr 2025 registriert

Symbolbild Bundespolizei

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat im vergangenen Jahr 3.561 unerlaubte Einreisen in ihrem Zuständigkeitsbereich festgestellt. Diese Zahl liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 2024, als noch 5.018 Personen registriert wurden, was dem allgemeinen Trend der zurückgehenden unerlaubten Einreisen ins Bundesgebiet entspricht.

Der Zuständigkeitsbereich der Inspektion umfasst die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf am Inn und Altötting. Neben der Hauptdienststelle in Freilassing gehört auch das Bundespolizeirevier in Mühldorf am Inn zur Inspektion. Besonders einsatzintensiv war der Monat August mit 400 Feststellungen, gefolgt von April und September mit jeweils 332 Personen.

Eine bemerkenswerte Veränderung zeigt sich bei der Herkunft der festgestellten Personen: Im Gegensatz zu den Vorjahren stellten afghanische Staatsangehörige mit 486 Feststellungen den größten Anteil, gefolgt von syrischen (436) und ukrainischen Staatsangehörigen (425). Syrische Staatsangehörige führten diese Statistik in den Vorjahren an.

Die meisten unerlaubten Einreisen erfolgten über den Straßenverkehr mit 1.829 Fällen. Davon nutzten 894 Personen Busse und 717 Personen Pkw für die versuchte unerlaubte Einreise. 88 Personen wurden zu Fuß und vier Personen mit dem Fahrrad festgestellt. Im Schienenverkehr registrierte die Bundespolizei 1.717 Personen, davon 974 in grenzüberschreitenden Fernverkehrszügen und 725 in grenzüberschreitenden Regional- und Nahverkehrszügen.

Die Masse der Straßenaufgriffe erfolgte an der Kontrollstelle an der Autobahn A8. Die ab Mai 2025 intensivierten Kontrollen wirkten sich auch an der Freilassinger Saalbrücke und anderen Nebenübergängen aus und machten sich in den Feststellungszahlen bemerkbar.

Im Jahr 2025 vollzog die Bundespolizeiinspektion Freilassing 2.941 Zurückweisungen. Der größte Anteil ging nach Österreich, aber auch ins Heimatland oder in einen sicheren Herkunftsstaat. Die Inspektion stellte 230 Schleuser fest, was gegenüber dem Vorjahr (331) einen Rückgang bedeutet. Die meisten Tatverdächtigen besaßen die ukrainische (39 Personen), syrische (38) oder türkische Staatsangehörigkeit (28).

Mit der Erhöhung der Kontrollintensität im Mai 2025 stieg die Zahl der Fahndungstreffer deutlich von 5.628 im Jahr 2024 auf 6.723. Darunter waren 874 Haftbefehle, was rund 13 Prozent aller Treffer entspricht und ebenfalls über dem Vorjahreswert von 855 liegt. Mit 3.610 Fällen stellten Ausschreibungen von Personen zur Aufenthaltsermittlung den größten Anteil der Fahndungstreffer.

Insgesamt brachten die Beamten 8.624 Straftaten zur Anzeige. Neben Anzeigen bezüglich unerlaubter Einreisen registrierten sie 624 Betäubungsmitteldelikte, 259 Urkundenfälschungen, 652 Straßenverkehrsdelikte, 253 Verstöße gegen das Waffengesetz sowie 797 Betrugs- und Untreuedelikte. Bei den Rohheitsdelikten wurden 54 Körperverletzungen sowie 87 Fälle von Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen gegen Vollstreckungsbeamte erfasst.

Inspektionsleiter Ludger Otto zieht Bilanz: „Auch wenn die Feststellungen im Bereich der unerlaubten Einreisen rückläufig sind und wir gegenüber dem Jahr 2024 knappe 30 Prozent weniger haben, stellen wir in unserem Zuständigkeitsbereich täglich durchschnittlich rund zehn Personen fest.“ Er betont die anhaltend hohe Belastung seiner Mitarbeiter und bedankt sich für die Unterstützung durch die Bundesbereitschaftspolizei und andere Dienststellen.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing ist an 21 Grenzübergängen mit einer Grenzlänge von 225 Kilometern zuständig und überwacht 72 Bahnhöfe und Haltepunkte mit knapp 400 Mitarbeitern.