Die Polizeidirektion Göttingen hat bei einer zweitägigen Kontrollaktion am 15. und 16. April insgesamt 934 Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit festgestellt. Die Behörde beteiligte sich damit an einer europaweiten Aktionswoche des RoadPol-Verbundes, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Insgesamt 254 Polizeikräfte waren an beiden Kontrolltagen im gesamten Zuständigkeitsbereich für mobile und stationäre Verkehrskontrollen eingesetzt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sowie mangelnder Fahrtüchtigkeit aufmerksam zu machen – beide Bereiche stellen die Hauptunfallursachen dar und bilden in diesem Jahr den Landesschwerpunkt der Polizei Niedersachsen.
„Wer sich im Straßenverkehr rücksichtslos verhält und Regeln missachtet, gefährdet andere und handelt unverantwortlich. Ein solches Verhalten werden wir nicht tolerieren“, betonte Polizeivizepräsident Michael Weiner anlässlich der Kontrolltage. Herausragende Verstöße registrierten die Beamten nicht.
Die Polizeidirektion Göttingen verfolgte bei der Aktion einen ganzheitlichen Ansatz der Verkehrssicherheitsarbeit und Kriminalitätsbekämpfung, der über die reine Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen hinausging. „Die Auswertung des Aktionstages verdeutlicht, dass intensive Verkehrskontrollen auch weiterhin ein unverzichtbares Mittel darstellen, um auf Risiken aufmerksam zu machen und die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen“, erklärte Weiner weiter.
Der RoadPol-Verbund (European Roads Policing Network) ist ein Zusammenschluss von Verkehrspolizeien aus EU-Mitgliedsstaaten. Das Netzwerk fördert die Zusammenarbeit zwischen Straßenverkehrsbehörden und Polizeien verschiedener europäischer Staaten und soll die Sicherheit auf Europas Straßen erhöhen. Gemeinsame europaweite Kontrollwochen und diverse Verkehrskampagnen gehören zu den Maßnahmen des Verbundes.