Bodenseekreis: Raserei im Tunnel führt zu drei Anzeigen – Brände in Friedrichshafen und Owingen

(Symbolbild)

Ein 43-jähriger Audi-Fahrer hat sich am Dienstagmittag bei einer Fahrt durch den Waggershauser Tunnel gleich drei Anzeigen eingehandelt. Der Mann fuhr auf der B 31 in Richtung Lindau und wurde im Tunnelbereich mit 112 km/h gemessen – bei erlaubten 60 km/h.

Bei der anschließenden Verkehrskontrolle versuchte der Fahrer, die Beamten zu täuschen und gab die Personalien seines Bruders an. Der Täuschungsversuch flog jedoch schnell auf. Dabei stellte sich heraus, dass weder der Bruder noch der 43-Jährige selbst im Besitz einer Fahrerlaubnis sind. Die Polizei beschlagnahmte den Fahrzeugschlüssel und untersagte die Weiterfahrt. Der Mann muss sich nun wegen Geschwindigkeitsverstoß, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Angabe falscher Personalien verantworten.

In der Ailinger Straße brannte am späten Donnerstagabend gegen 23.20 Uhr ein Schuppen vollständig aus. Das Feuer brach nach bisherigen Erkenntnissen in einem im Schuppen stehenden Müllbehälter aus und griff auf das freistehende Gebäude über. Ein Zeuge entdeckte den Brand und informierte die Feuerwehr, die ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Objekte verhinderte. Durch das Feuer wurden der Schuppen, die Mülltonnen sowie ein nahestehender Pkw beschädigt. Der Sachschaden bewegt sich im unteren fünfstelligen Euro-Bereich. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und bittet Zeugen, sich unter Tel. 07541/701-0 zu melden.

Am Freitagmorgen gegen 6 Uhr kam es in der Bischof-Gebhard-Straße in Owingen zu einem Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus. Nach ersten Erkenntnissen löste die Hitzeentwicklung einer Stehlampe das Feuer aus, das sich schnell im Raum ausbreitete. Eine 40-Jährige bemerkte den Brand und versuchte, die Flammen selbst zu löschen. Dabei zog sie sich leichtere Verletzungen zu und wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Die Feuerwehr brachte den Brand zügig unter Kontrolle und verhinderte eine weitere Ausbreitung sowie schwerere Gebäudeschäden. Die weiteren Bewohner konnten nach den Belüftungsmaßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Sachschaden wird auf einen geringen fünfstelligen Betrag geschätzt. Das Polizeirevier Überlingen ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.