Betrügerpärchen nach monatelangen Ermittlungen gefasst – Falsche Polizeibeamte ergaunerten Wertgegenstände

(Symbolbild)

Der Polizei ist es am Donnerstag, den 17. April 2026, gelungen, eine Frau und einen Mann aus Bodenheim festzunehmen, die im Verdacht stehen, als überregional agierende Betrüger mit der Masche der „falschen Polizeibeamten“ mehrere Bürgerinnen und Bürger um ihr Erspartes gebracht zu haben.

Der erste bekannte Fall ereignete sich bereits im November 2025, als eine Frau aus Schwalbach am Taunus von falschen Polizeibeamten kontaktiert wurde. Die Betrüger brachten sie dazu, zu ihrer Hausbank zu fahren, Wertgegenstände aus ihrem Schließfach zu holen und diese dann an eine bis dato unbekannte Frau auszuhändigen.

Gut einen Monat später wurde auch eine Dame aus dem Bad Schwalbacher Stadtteil Ramschied mit einer ähnlichen Masche dazu bewegt, vor ihrer Haustür Wertgegenstände an eine angebliche Polizeibeamtin auszuhändigen. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Polizei am 16. Dezember 2026 einen Zeugenaufruf.

Hieraufhin meldete sich ein Zeuge bei der Polizei, welcher am Tattag ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe des Tatorts beobachtet hatte und sowohl ein Kennzeichen als auch eine Personenbeschreibung der beiden Insassen übermitteln konnte. Es folgten intensive Ermittlungen des Fachkommissariats in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Wiesbaden.

In deren Verlauf gerieten ein Mann sowie eine Frau aus Bodenheim ins Visier der Ermittlerinnen und Ermittler. Dabei erhärtete sich der Verdacht, dass die beiden auch für eine nicht vollendete Tat im Januar 2026 aus dem Raum Koblenz als Täter in Betracht kommen könnten.

Am Donnerstag wurde das Paar schließlich an ihrer Wohnanschrift in Bodenheim festgenommen und deren Wohnung durchsucht. Beide wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden dem Haftrichter vorgeführt, welcher die Untersuchungshaft anordnete.

Die Polizei weist darauf hin, dass sie niemals Wertgegenstände bei Bürgern abholen oder sichern wird. Auch die Staatsanwaltschaft oder eine andere Behörde wird dies nicht tun. Bei solchen Anrufen einfach aufzulegen, ist nicht unhöflich, sondern meist die einzige Möglichkeit, die Täter loszuwerden. Durch geschickte Gesprächsführung erreichen die Betrüger, dass die Angerufenen ihr gesamtes Bargeld oder hochwertige Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte übergeben.