Betrüger erbeuten mit falscher Polizei-Masche Zehntausende Euro in Villingen

(Symbolbild)

Betrüger haben am Donnerstag in Villingen-Schwenningen mit der Masche der falschen Polizeibeamten mehrere zehntausend Euro erbeutet. Eine 88-jährige Seniorin wurde am Nachmittag um ihr Erspartes gebracht, nachdem sie einem angeblichen Polizeibeamten am Telefon vertraut hatte.

Der unbekannte Anrufer gaukelte der Frau vor, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht. Um eine drohende Gefängnisstrafe abzuwenden, müsse für die Tochter eine Kaution hinterlegt werden. Der Betrüger kündigte an, ein Kollege werde das Geld zeitnah an der Wohnadresse abholen. Die Seniorin zweifelte den Wahrheitsgehalt des Anrufs nicht an und übergab kurz darauf mehrere tausend Euro Bargeld an ihrer Haustür an einen unbekannten Abholer.

Der Geldabholer war etwa 180 Zentimeter groß, hatte eine schlanke Statur, dunkle Haare und trug schwarze Kleidung.

Bereits am Donnerstagvormittag waren Betrüger mit derselben Vorgehensweise erfolgreich gewesen. In der Straße „Am Schwallenhaag“ erbeuteten sie ebenfalls einen fünfstelligen Geldbetrag. Der dortige Abholer war etwa 30 Jahre alt, ungefähr 190 Zentimeter groß, hatte dunkle Haut und eine athletische Figur.

Die Polizei sucht Zeugen, denen die beiden unbekannten Männer am Donnerstag aufgefallen sind: Der erste Mann war gegen 18 Uhr im Bereich der Straße „Adlerring“ unterwegs, der zweite am Vormittag zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr im Bereich „Am Schwallenhaag“. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0741/4770 entgegen.

Die Polizei warnt erneut vor der Betrugsmasche der falschen Polizeibeamten und rät dazu, sofort aufzulegen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene zunächst bei Bekannten oder bei der Polizei Rat holen. Wer einen Anruf eines angeblichen Polizisten erhält, soll auflegen und unter der Notrufnummer 110 die echte Polizei anrufen.

Ein Informationsblatt zum Umgang mit Anrufen falscher Polizeibeamter und Schockanrufen ist im Internet unter https://www.polizei-beratung.de verfügbar. Die Polizei appelliert insbesondere daran, lebensältere Menschen im Umfeld für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren.