Mehrere Verkehrsunfälle und Brände im Raum Reutlingen – 92-Jähriger als Falschfahrer gestoppt

(Symbolbild)

Ein 82-jähriger Autofahrer hat am Freitag gegen 14.20 Uhr in Reutlingen einen Radfahrer übersehen und dabei einen Verkehrsunfall verursacht. Der Senior befuhr die Alteburgstraße in Richtung Gönningen und wollte nach links in die Hermann-Hesse-Straße abbiegen. Beim Abbiegevorgang übersah er den entgegenkommenden und vorrangsberechtigten 25-jährigen Radfahrer. Bei der Kollision wurde der junge Mann über die Motorhaube abgewiesen und stürzte zu Boden. Der Rettungsdienst brachte ihn mit leichten Verletzungen ins Klinikum. Der Sachschaden beträgt circa 2.500 Euro.

Deutlich gefährlicher wurde die Situation am Freitagabend gegen 19.05 Uhr auf der B27. Ein 92-Jähriger fuhr an der Anschlussstelle Walddorfhäslach falsch auf die Bundesstraße auf. Der Senior fuhr mit seinem grauen Suzuki SX4 in Richtung Tübingen, allerdings auf der Richtungsfahrbahn Stuttgart. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer meldeten den Falschfahrer über Notruf, wobei manche dem entgegenkommenden Suzuki auch ausweichen mussten. Mehrere Streifenwagen rückten aus und konnten die Fahrt des 92-Jährigen im Bereich der Anschlussstelle Kirchentellinsfurt beenden. Der Mann wurde sicher von der B27 abgeleitet. Zu Personen- oder Sachschäden kam es nicht. Dem Senior wurde die Weiterfahrt untersagt und nach staatsanwaltlicher Entscheidung sein Führerschein vor Ort beschlagnahmt. Eine Streife fuhr ihn sicher nach Hause.

In der Straße Unter den Linden in Reutlingen brannte am frühen Samstagmorgen gegen 02.45 Uhr eine stillgelegte Telefonzelle. Ein Zeuge meldete den Brand und eine flüchtende Person über Notruf. Die Feuerwehr rückte mit einem Fahrzeug und sechs Einsatzkräften aus und konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Eine Fahndung nach der flüchtenden Person mit mehreren Streifenwagen verlief ergebnislos. Das Polizeirevier Reutlingen ermittelt wegen Sachbeschädigung. Der Schaden beträgt 5.000 Euro.

Schwerer war ein Verkehrsunfall am Freitagnachmittag kurz nach 14.00 Uhr bei Köngen. Ein 77-jähriger Fahrer eines VW Tiguan befuhr die Seebrücke von Wendlingen in Richtung Köngen. Ein 36-jähriger Peugeot 208-Fahrer befuhr die Ausfahrt der B313 bei Köngen-Nord aus Richtung Plochinger Dreieck und hielt zunächst auf dem linken Fahrstreifen an der roten Ampel. Nach seinen Angaben wollte er bei Grün nach links in Richtung Wendlingen abbiegen. Zeitgleich fuhr auch der 77-Jährige in den Kreuzungsbereich ein, wobei auch dieser angab, bei grünem Lichtzeichensignal gefahren zu sein. Im Kreuzungsbereich kollidierten beide Fahrzeuge. Der VW Tiguan wurde abgewiesen und stieß mit einem weiteren VW Tiguan eines 51-Jährigen zusammen, der von Köngen kommend an der Haltelinie stand. Alle drei Fahrzeuglenker erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. An den beiden VW Tiguan entstand jeweils Sachschaden von rund 5.000 Euro, beim Peugeot circa 3.000 Euro. Alle Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Verkehrsdienst Esslingen ermittelt zur Unfallursache.

Am Freitagabend gegen 20.20 Uhr kollidierten auf der Kleinbettlinger Straße in Bempflingen ein Fahrrad und ein E-Bike. Ein 16-Jähriger befuhr mit seinem Fahrrad den Fußgängerweg von der Bahnhofstraße kommend und wollte nach links abbiegen, um auf dem dortigen Rad- und Fußweg in Richtung Kleinbettlingen weiterzufahren. Dabei kollidierte sein Vorderrad seitlich mit dem Vorderrad einer entgegenkommenden 54-jährigen E-Bike-Fahrerin. Diese verlor die Kontrolle und stürzte nach links zu Boden. Sie zog sich leichte Verletzungen zu und wurde zur medizinischen Versorgung mit dem Rettungsdienst in ein Klinikum gebracht. Am E-Bike entstand Sachschaden von 200 Euro.

In Nürtingen versprühten Unbekannte am frühen Samstagmorgen gegen 02.30 Uhr Reizstoff im Treppenhaus eines Gewerdegebäudes in der Metzinger Straße. Dadurch zogen sich sechs Gäste einer sich in dem Gebäude befindlichen Tanzbar Atemwegsreizungen zu. Eine Behandlung durch den vor Ort befindlichen Rettungsdienst war nicht erforderlich. Die Feuerwehr belüftete mit fünf Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften das Treppenhaus, sodass dieses wieder betreten werden konnte.

Ebenfalls in Nürtingen kam es Freitagnacht gegen 23.50 Uhr zu einem versuchten Raubdelikt im Bereich eines Schulgeländes in der Steinenbergstraße. Ein Unbekannter forderte eine dreiköpfige Personengruppe unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Bargeld auf. Die drei Personen im Alter von 17, 21 und 22 Jahren ergriffen die Flucht. Der Täter verfolgte die Gruppe und ergriff einen der Flüchtenden. Er nahm den Geschädigten in den Schwitzkasten und würgte ihn. Ein Gruppenmitglied kam seinem Bekannten zur Hilfe. Nach einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung gelang dem Täter die Flucht. Ein Mitglied der Personengruppe wurde leicht verletzt. Eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief ohne Erfolg.

In Ostfildern brannte am Samstagmorgen gegen 04.45 Uhr ein Daimler Benz LKW auf einem Parkplatz an der Kreisstraße 1217 zwischen Kemnat und Scharnhausen. Eine Zeugin meldete den Brand über die Polizei-Notrufnummer. Die Feuerwehr löschte das Feuer mit sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften. Es entstand Sachschaden von circa 200.000 Euro. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Das Polizeirevier Filderstadt ermittelt zur Brandursache.

In Tübingen kollidierten am Freitagnachmittag gegen 16.00 Uhr eine Fußgängerin und eine Radfahrerin auf dem Radweg entlang der Wilhelmstraße. Eine 21-jährige Fußgängerin ging auf dem Gehweg in Richtung Innenstadt. Auf Höhe der neuen Aula wollte sie die Straße überqueren und übersah dabei eine auf dem Radweg fahrende 16-jährige Radfahrerin. Beide kamen zu Fall. Die Fußgängerin zog sich leichte Verletzungen zu und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Radfahrerin blieb unverletzt. Sachschaden entstand nicht.

Schwere Verletzungen erlitt ein 24-jähriger Autofahrer am Freitagabend gegen 21.00 Uhr auf der K7130 bei Rosenfeld. Der Fahrer eines Fiat Punto befuhr die Kreisstraße von Täbingen in Richtung Erzingen. In einer scharfen Linkskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Leitpfosten und kollidierte frontal mit einem Baum. Der 24-Jährige war ersten Erkenntnissen zufolge nicht angeschnallt und wurde von Ersthelfern aus seinem Fahrzeug befreit. Der Rettungsdienst brachte ihn mit fünf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen in eine Klinik. Die örtliche Feuerwehr war mit 20 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen im Einsatz. Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine Alkoholisierung des Fahrers, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Am Unfallfahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 3.000 Euro. Der Schaden an Leitpfosten und Baum wird auf etwa 1.500 Euro geschätzt.