Schwere Verkehrsunfälle und bewaffneter Tankstellenüberfall in der Region Reutlingen

(Symbolbild)

Mehrere schwere Verkehrsunfälle haben am Wochenende in der Region Reutlingen für zahlreiche Verletzte gesorgt. Besonders dramatisch verlief ein Zusammenstoß auf der Bundesstraße 465 zwischen Bremelau und Oberheutal, bei dem ein 66-jähriger Rollerfahrer schwer verletzt wurde.

Der Mann geriet kurz nach 16.30 Uhr mit seinem dreirädrigen Motorroller der Marke Piaggio in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden Kia eines 54-Jährigen. Der Rollerfahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste. Der Motorroller musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Die Bundesstraße war für die Unfallaufnahme etwa eine Stunde komplett gesperrt.

In Rangendingen ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall mit zwei Motorradfahrern. Ein 16-Jähriger war gegen 13.45 Uhr zusammen mit mindestens fünf anderen Kleinkraftradfahrern auf der L 391 von Hirrlingen in Richtung Rangendingen unterwegs. Auf Höhe eines Feldweges wollte der jugendliche Fahrer nach links abbiegen. Währenddessen setzte ein 37-jähriger Fahrer mit seiner Yamaha R1 zum Überholen an und kollidierte mit dem Abbiegenden. Beide Fahrer wurden schwer verletzt – der 37-Jährige kam per Rettungshubschrauber, der 16-Jährige per Rettungswagen ins Krankenhaus. Das Motorrad musste abgeschleppt werden, der Schaden beträgt etwa 20.000 Euro. Die Landstraße war für die Unfallaufnahme komplett gesperrt.

In Tübingen stürzte ein 38-jähriger Radfahrer gegen 11.00 Uhr in der Schaffhausenstraße ohne Fremdeinwirkung gegen einen Zaun. Der Mann trug keinen Helm und verletzte sich schwer. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Am Fahrrad entstand leichter Sachschaden.

Alkohol spielte bei zwei weiteren Unfällen eine Rolle: In Kirchheim unter Teck stürzte ein 73-jähriger Pedelec-Fahrer kurz nach 21.30 Uhr auf dem Radweg parallel zur K 1251 von Bissingen an der Teck in Richtung Nabern. Der Mann fuhr ohne Helm und verletzte sich schwer. Bei der Unfallaufnahme stellten Polizisten Alkoholgeruch fest. Der Schaden am Pedelec beträgt etwa 20 Euro.

Ein 86-jähriger Autofahrer musste seinen Führerschein abgeben, nachdem er alkoholisiert einen Unfall auf der B 465 verursacht hatte. Der Mann fuhr gegen 16.00 Uhr mit seinem Skoda Superb von Lenningen in Richtung Gutenberg und kam auf Höhe Schlattstall in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Er durchbrach eine Bushaltestelle und kollidierte mit einer Mauer, wodurch der Pkw in einen Grünstreifen abgewiesen wurde. Der 86-Jährige und seine 81-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt. Der nicht mehr fahrbereite Skoda musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt 15.000 Euro.

In Esslingen überfiel kurz vor 23.00 Uhr ein maskierter Mann eine Tankstelle in der Obertürkheimer Straße. Der Täter bedrohte den Angestellten mit einem Messer und erbeutete mehrere Geldscheine. Der Angestellte blieb unverletzt. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen blieb erfolglos. Der Räuber ist etwa 30 Jahre alt, 185 Zentimeter groß und war mit einer schwarzen Kapuzenjacke, schwarzer Jogginghose und weißen Sportschuhen bekleidet. Das Polizeirevier Esslingen bittet unter 0711/3990-0 um Zeugenhinweise.

Zwei Brände hielten die Feuerwehr in Bereitschaft: In Kusterdingen-Jettenburg entdeckten Bewohner gegen 01.00 Uhr eine abgebrannte Powerbank in ihrer Wohnung. Das Gerät war offensichtlich aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten und hatte das Zimmer stark verrußt und unbewohnbar gemacht. Eine 19-jährige Bewohnerin klagte über Kopfschmerzen und wurde vor Ort behandelt. Zehn Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen waren im Einsatz.

In Obernheim brannte gegen 02.30 Uhr ein Hochdruckreiniger im Feuerwehrgerätehaus. Feuerwehrmänner, die auf einer Feier neben dem Gebäude waren, hörten einen Rauchmelder und entdeckten das Feuer. Mit Unterstützung aus Meßstetten konnten 30 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen den Brand schnell löschen und ein Übergreifen auf weitere Einsatzmittel verhindern. Der Schaden beläuft sich auf etwa 4.000 Euro.