Eine 35-jährige ukrainische Staatsangehörige ist am Hamburger Hauptbahnhof beim Diebstahl von über 20 Kilogramm Waschmittel erwischt und festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich am 19. April 2026 gegen 7:05 Uhr in einem Drogeriemarkt in der Wandelhalle des Bahnhofs.
Die Frau hatte neun große Flaschen flüssiges Waschmittel für 450 Wäschen in eine mitgebrachte Sporttasche gesteckt und das Geschäft verlassen, ohne die Ware im Wert von über 100 Euro zu bezahlen. Ein Kaufhausdetektiv hielt sie beim Verlassen des Geschäfts an.
Bei der Durchsuchung der Sporttasche entdeckten alarmierte Bundespolizisten nicht nur das gestohlene Waschmittel, sondern auch ein zugriffsbereites Messer. Im Hamburger Hauptbahnhof gilt ein Waffenverbot gemäß einer Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion Hannover. Zusätzlich fanden die Beamten fremde Dokumente – einen Führerschein und Reisepass eines Mannes – bei der Beschuldigten, was den Verdacht der Unterschlagung begründet.
Das entwendete Waschmittel konnte einem Mitarbeiter des Drogeriemarkts zurückgegeben werden. Die Tatverdächtige wurde zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof gebracht, wo ein Arzt ihre Gewahrsamsfähigkeit feststellte. Die Frau ist polizeilich bereits wegen Eigentumsdelikten bekannt.
Besonders brisant: Die 35-Jährige war erst am 17. April 2026 – nur zwei Tage vor der neuen Tat – aus einer Haftanstalt entlassen worden, nachdem sie eine Freiheitsstrafe wegen Diebstahls verbüßt hatte. Nach einer Haftrichter-Prüfung wurde sie erneut in die Untersuchungshaftanstalt eingeliefert.
Gegen die Frau wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet: wegen des Verdachts auf Diebstahl mit Waffen und Unterschlagung. Darüber hinaus führt die Polizei in zwei weiteren Fällen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Ladendiebstahl. Den Grund für den Diebstahl der neun Waschmittelflaschen wollte die Beschuldigte gegenüber den Bundespolizisten nicht nennen. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.