Bei einem Verkehrsunfall an einem Bahnübergang im Mannheimer Hafengebiet ist am Montagmorgen ein Rangierbegleiter leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 7 Uhr im Bereich der Rotterdamer Straße an einem nicht technisch gesicherten Bahnübergang.
Ein 37-jähriger Rangierbegleiter sicherte den Bahnübergang mittels Handzeichen, um einer querenden Rangierlok die Durchfahrt zu ermöglichen. Ein 40-jähriger BMW-Fahrer näherte sich dem Übergang und signalisierte durch Gesten, keine Zeit zu haben und den Übergang unverzüglich passieren zu wollen. Trotz der deutlich sichtbaren Handzeichen des Rangierbegleiters überquerte er den Bahnübergang.
Dabei touchierte der Außenspiegel seines Fahrzeugs den ausgestreckten Arm des 37-Jährigen. Der Rangierbegleiter stürzte zu Boden und zog sich leichte Verletzungen zu. Die Besatzung eines Rettungswagens versorgte ihn vor Ort medizinisch.
Der BMW-Fahrer entfernte sich nach dem Unfall unerlaubt vom Unfallort. Bei sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei ihn noch im Nahbereich der Unfallstelle antreffen und kontrollieren. Sein Fahrzeug wies keine durch den Unfall verursachten Beschädigungen auf.
Der Verkehrsdienst Mannheim ermittelt nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Ob zum Zeitpunkt der Überquerung durch den BMW-Fahrer auch die Gefahr einer Kollision mit der Rangierlok bestand, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.