Bundespolizei Freilassing nimmt vier gesuchte Straftäter an einem Tag fest

Symbolbild Bundespolizei

Bei Grenzkontrollen in Freilassing hat die Bundespolizei am vergangenen Dienstag (21. April) vier mit Haftbefehl gesuchte Personen festgenommen. Zwei der Festgenommenen wurden gleich mehrfach gesucht.

Kurz nach Mitternacht kontrollierten Beamte auf der Saalbrücke in Freilassing einen 45-jährigen Rumänen. Die Staatsanwaltschaft München I suchte den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Amtsgericht München hatte im Juli 2024 einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erlassen, da er flüchtig war. Die Bundespolizisten verhafteten ihn und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

Am frühen Morgen stellten Unterstützungskräfte der Bundespolizei am Bahnhof Freilassing einen 41-jährigen Rumänen fest, der mit einem grenzüberschreitenden Zug in die Bundesrepublik einreisen wollte. Die Staatsanwaltschaft Rottweil suchte ihn wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Das Amtsgericht Tuttlingen hatte ihn Anfang 2024 durch einen Gesamtstrafenbeschluss zu einer Geldstrafe von 2.990 Euro verurteilt. Da er diese nicht zahlen konnte, wurde er verhaftet.

Die Überprüfung seiner Personalien ergab außerdem, dass er Ende 2024 in sein Heimatland abgeschoben worden war. Das Ausländeramt Hamburg hatte zuvor sein Recht auf Freizügigkeit aberkannt und ihn zur Festnahme zum Zwecke der Abschiebung ausgeschrieben. Er hätte daher bis Ende 2032 nicht wieder in die Bundesrepublik reisen dürfen. Der Rumäne war zuvor wegen unterschiedlichster Straftaten, insbesondere wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten, aufgefallen.

Zur Mittagszeit kontrollierten die Beamten auf der Saalbrücke einen 29-jährigen Syrer. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth suchte nach dem Mann, da das Amtsgericht Schwabach im Februar 2026 einen Untersuchungshaftbefehl wegen Diebstahls erlassen hatte – der 29-Jährige war flüchtig. Zusätzlich fahndete die Staatsanwaltschaft Potsdam nach ihm zum Zwecke der Aufenthaltsermittlung wegen Urkundenfälschung. Der Syrer wird heute im Laufe des Tages beim Amtsgericht Schwabach vorgeführt.

Am Abend überprüften Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der A8 einen 39-jährigen Kosovaren als Insassen eines Reisebusses. Die Staatsanwaltschaft Memmingen suchte ihn wegen Trunkenheit im Verkehr. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Günzburg hatte er eine Geldstrafe über 3.900 Euro zu bezahlen. Da er bislang nur Teilzahlungen leistete und den Restbetrag nicht aufbringen konnte, wurde er verhaftet und muss nun eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten.

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