Brandenburg: Extreme Dürre im Süden trotz Regen der vergangenen Woche – 23. April 2026

Brandenburg zeigt sich am 21. April 2026 weiterhin von extremer Trockenheit geprägt, wie der aktuelle UFZ Dürremonitor verdeutlicht. Besonders dramatisch ist die Situation im südlichen Landesteil, wo dunkelrote Färbungen auf außergewöhnliche Dürre hinweisen. Nur kleine Bereiche im Nordwesten des Landes verzeichnen derzeit ausreichende Bodenfeuchte.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung offenbart ein besorgniserregendes Bild: Der gesamte südliche Teil Brandenburgs, insbesondere die Region um Cottbus und die Lausitz, ist von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen. Die dunkelroten Bereiche erstrecken sich weit nach Norden und erfassen große Teile des Landes. Lediglich im äußersten Nordwesten, rund um die Prignitz, zeigt die Karte gelbe Farbtöne, die auf moderate Bodenfeuchte hindeuten. Der zentrale Bereich um Potsdam und Berlin weist ebenfalls kritische orange bis rote Werte auf.

Obwohl die vergangene Woche mit durchschnittlich 53,7 Millimetern Niederschlag und moderaten Temperaturen um 10,7 Grad durchaus regenreich war, zeigt sich an der anhaltenden Dürresituation ein typisches Problem: Die Böden sind bereits so stark ausgetrocknet, dass selbst größere Niederschlagsmengen nicht sofort in die tieferen Bodenschichten vordringen können. Das Wasser läuft oberflächlich ab oder verdunstet schnell wieder. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten trockenen Bedingungen ohne erwarteten Niederschlag bei Temperaturen bis 15,9 Grad werden die Situation weiter verschärfen.

Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet diese anhaltende Trockenheit erhebliche Herausforderungen bei der Frühjahrsbestellung und dem Pflanzenwachstum. Besonders betroffen sind die südlichen Anbaugebiete, wo Kulturen wie Getreide und Mais unter dem Wassermangel leiden. Die Waldbrandgefahr bleibt in den betroffenen Regionen hoch, während die Wasserversorger bereits jetzt auf eine mögliche Verschärfung der Lage vorbereitet sein müssen. Ökologisch bedeutsam ist zudem der Stress für Bäume und andere Vegetation, die nach dem trockenen Vorjahr erneut unter Wassermangel leiden.

Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.