München: Sexualstraftäter in Regionalbahn nach Tegernsee dank Videoaufnahmen gefasst

Symbolbild

Ein 28-jähriger Spanier ist nach exhibitionistischen Handlungen in einer Regionalbahn von München nach Tegernsee identifiziert worden. Der Mann hatte sich am 7. Februar 2026 gegen 15:40 Uhr am Münchner Hauptbahnhof noch vor Abfahrt des Zuges vor einer 53-jährigen Reisenden aus Niederbayern entblößt und sexuelle Handlungen an seinem Glied vorgenommen.

Die Geschädigte erstattete zwei Tage später Anzeige bei der Bundespolizei. Videoaufzeichnungen vom Bahnsteig und aus dem Zug führten zur Identifizierung des zunächst unbekannten Täters. Am 21. März 2026 erkannte eine Bundespolizistin den Mann bei einer Streife am Münchner Hauptbahnhof wieder.

Die Ermittlungen ergaben, dass der 28-Jährige mit Wohnsitz in München seine exhibitionistischen Handlungen während der gesamten Zugfahrt fortsetzte. Auf Höhe Holzkirchen richtete er sich nach bisherigen Erkenntnissen an mindestens zwei weitere, bislang unbekannte Frauen. Der Tatverdächtige verließ den Zug gegen 16:40 Uhr am Bahnhof Warngau.

Die Bundespolizei sucht nun nach den beiden weiteren Geschädigten. Bei der zweiten Frau handelt es sich um eine etwa 20-30 Jahre alte Person mit schwarzen, zum Dutt gebundenen Haaren, die einen dunklen Parka mit Fellkragen, ein hellgraues Stirnband, eine schwarze Tasche und eine hellgraue Jeans trug. Die dritte Geschädigte war etwa 16-25 Jahre alt, hatte dunkelblonde bis hellbraune Haare und war mit einer schwarzen Hose, einer dunklen Jacke mit weißem Kragen und einer beigen Handtasche bekleidet.

Die Bundespolizei bittet die beiden Frauen sowie mögliche weitere Zeugen, sich unter der Telefonnummer 089 5155500 zu melden. Zugleich weist die Behörde darauf hin, dass bei derartigen Delikten gute Aufklärungschancen bestehen, insbesondere wenn diese zeitnah zur Anzeige gebracht werden. Videoaufzeichnungen können dabei entscheidend sein, unterliegen jedoch begrenzten Speicherfristen.

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